Michael Bloomberg beim Wahlkampf in Palm Beach County | Bildquelle: REUTERS

Rennen um US-Präsidentschaft Bloomberg wirft das Handtuch

Stand: 04.03.2020 16:43 Uhr

All sein Geld hat nichts genutzt: Nach einem enttäuschenden Ergebnis am "Super Tuesday" ist New Yorks Ex-Bürgermeister Bloomberg aus dem Rennen um die Präsidentschaft ausgestiegen - und unterstützt nun Joe Biden.

Etwa eine halbe Milliarde Dollar, so die Schätzungen, hat New Yorks früherer Bürgermeister Michael Bloomberg bereits für seinen Wahlkampf ausgegeben. Dennoch konnte der Quereinsteiger sich nicht gegen seine Konkurrenten aus der Demokratischen Partei durchsetzen.

Beim "Super Tuesday", an dem Vorwahlen in 14 US-Bundesstaaten stattfanden, landete er nur weit abgeschlagen hinter den erfolgreichsten Mitbewerbern Joe Biden und Bernie Sanders. Lediglich das US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa konnte der 78-Jährige für sich verbuchen.

Bloomberg stellt sich hinter Biden

Nun zog der Milliardär die Reißleine und verkündete seinen Ausstieg aus dem Rennen und die Kandidatur. Wenn er selbst im Rennen bleibe, würde es das Ziel, US-Präsident Donald Trump zu besiegen, nur erschweren, betonte Bloomberg in einer Mail an seine Anhänger. Er werde jetzt den früheren Vize-Präsidenten Biden unterstützen. "Ich werde dafür arbeiten, ihn zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen."

Bloomberg war erst im November ins Rennen eingestiegen und bei den ersten Vorwahlen im Februar noch nicht angetreten. Stattdessen gab er so viel Geld für einen Wahlkampf aus, wie noch nie zuvor in der US-Geschichte geschehen. Er ließ massenweise Fernsehspots und Online-Werbung schalten, nahm an Fernsehduelle dagegen erst sehr spät teil. Für dieses Strategie erntete Bloomberg mehrfach Kritik seiner Mitbewerber.

Finanziell dürfte Bloomberg die Ausgaben für den Wahlkampf allerdings gut verkraften: Sein Vermögen wird auf etwa 60 Milliarden Dollar geschätzt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. März 2020 um 17:00 Uhr.

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