Joe Biden | Bildquelle: AP

Personalaufstellung Biden holt Vertraute ins Weiße Haus

Stand: 17.11.2020 20:24 Uhr

Gut zwei Monate sind es noch, bis Joe Biden den Posten des US-Präsidenten übernehmen soll. Nach und nach gibt er nun bekannt, wer zukünftig zu seinem Team im Weißen Haus gehören wird. Darunter sind viele Vertraute.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden bereitet weiter die Amtsübernahme vor: Gut zwei Monate vor seiner Amtseinführung hat er weitere Personalentscheidungen des Teams im Weißen Haus bekanntgegeben. Die bisherige Wahlkampfmanagerin des Demokraten, die 44-jährige Jen O'Malley Dillon, soll stellvertretende Stabschefin werden, der Kongressabgeordnete Cedric Richmond soll die Position des "Senior Advisors", eines ranghohen Beraters, einnehmen.

Ebenfalls zum Senior Advisor ernannte Biden seinen Chef-Wahlkampfstrategen und langjährigen Vertrauten Mike Donilon. Die frühere Jura-Professorin Dana Remus, die auch für Bidens Wahlkampfteam gearbeitet hatte, wird oberste Rechtsberaterin des Weißen Hauses.

Als Berater will Biden zudem Steve Ricchetti mit in die Regierungszentrale in Washington bringen. Dieser unterstützte Biden bereits im Wahlkampf und hatte auch schon für ihn gearbeitet, als Biden unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen war. Die bisherige stellvertretende Wahlkampfmanagerin Julie Rodriguez soll demnach als Direktorin für die Beziehungen zu den Verantwortlichen der Bundesstaaten, Bezirke, Kommunen und Stämme verantwortlich sein.

Viele Frauen auf Top-Positionen

Biden hält damit an seiner Linie fest, Schlüsselpositionen in der Regierungszentrale mit Vertrauten zu besetzen. Zu seinem künftigen Stabschef hatte der 77-Jährige bereits vergangene Woche seinen früheren Stabschef in seiner Zeit als Vizepräsident, Ron Klain, ernannt. Jede zweite der bislang im Weißen Haus vergebenen Top-Positionen wird mit einer Frau besetzt.

Biden war am 7. November - vier Tage nach der Wahl - von US-Medien zum Sieger erklärt worden. Am 20. Januar soll er als neuer Präsident vereidigt werden. Noch-Präsident Donald Trump weigert sich allerdings bislang, seine Wahlniederlage anzuerkennen. Am Montag hatte Biden Trump eindringlich aufgerufen, eine Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten. "Es könnten mehr Menschen sterben, wenn wir uns nicht koordinieren", sagte Biden mit Blick auf die Corona-Pandemie.

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