Joe Biden tröstet in New Jersey einen von "Ida" betroffenen Anwohner | REUTERS

Biden begutachtet "Ida"-Schäden "Die globale Erwärmung ist real"

Stand: 07.09.2021 21:42 Uhr

Vom Süden der USA bis in den bevölkerungsreichen Nordosten wütete der Hurrikan "Ida" - mit verheerenden Folgen. Für US-Präsident Biden sendet das ein klares Signal: Die Klimawandel muss bekämpft werden.

Nach dem verheerenden Unwetter im Nordosten der USA hat US-Präsident Joe Biden bei einem Besuch im Katastrophengebiet vor dem rasant fortschreitenden Klimawandel gewarnt. In den USA habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, "dass die globale Erwärmung real ist", sagte er im Bundesstaat New Jersey. "Sie schreitet mit unglaublicher Geschwindigkeit voran. Wir müssen etwas dagegen tun."

Biden sprach von einem "Wendepunkt, an dem wir entweder handeln, oder wir werden in echten Schwierigkeiten stecken. Unsere Kinder werden in echten Schwierigkeiten stecken".

Die Bedrohung durch Waldbrände, Wirbelstürme, Überschwemmungen und andere Wetterereignisse müsse so angegangen werden, dass die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels gemildert würden.

Viele Tote vor allem im Nordosten

Unwetter infolge des Hurrikans "Ida" hatten in der vergangenen Woche zu schweren Regenfällen mit katastrophalen Überschwemmungen im Nordosten der USA geführt. Dutzende Menschen starben. Am schwersten betroffen waren die Bundesstaaten New Jersey und New York. Davor hatte "Ida" bereits in den südlichen Bundesstaaten Louisiana und Mississippi Verwüstung angerichtet. Insgesamt kamen allein im Nordosten mindestens 50 Menschen kamen ums Leben.

Biden hatte das Katastrophengebiet in den Südstaaten schon am Freitag besucht. "Jeder Teil des Landes wird von extremen Wetterbedingungen heimgesucht", sagte er. Man könne den Klimawandel nicht rückgängig machen, aber verhindern, dass er noch schlimmer werde.

Die von "Ida" verursachten Schäden dürften die US-Regierung einer Schätzung des Haushaltsamtes zufolge umgerechnet mindestens 8,3 Milliarden Euro kosten.

Klimawandel wichtiges Ziel der Biden-Regierung

Biden kündigte an, an der UN-Weltklimakonferenz im November im schottischen Glasgow teilzunehmen. Er machte allerdings keine Angaben dazu, ob er persönlich anreisen oder sich online dazu schalten lassen will.

Der US-Präsident hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem der wichtigsten Ziele seiner Regierung erklärt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. September 2021 um 21:55 Uhr.

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KOMMENTARE

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schabernack 08.09.2021 • 00:42 Uhr

00:24 von Sisyphos3

«… wo sollte man dann sinnvoller Weise beginnen ?» Wo denn wohl …? At home natürlich in dem Staat. Dort, wo man das auch beeinflussen kann. Die CO2-Emissionen in China und Indien und in den USA kann man von Deutschland aus ja wohl kaum steuern.