Der künftige US-Präsident Biden. | AFP

Pandemie in den USA Biden will eine Million Impfungen pro Tag

Stand: 30.12.2020 03:52 Uhr

Der gewählte US-Präsident Biden hat das Impfprogramm seines Vorgängers Trump kritisiert und will es drastisch beschleunigen. Derweil ist die Corona-Mutation erstmals auch in den USA nachgewiesen worden.

Von Jule Käppel, ARD-Studio Washington

Der Zeitplan ist nicht mehr zu halten. Bis zum Ende des Jahres sollten 20 Millionen US-Bürger eine Impfung erhalten. Das hatte die Corona-Taskforce der Regierung in Aussicht gestellt. Doch Daten der US-Gesundheitsbehörde zeigen, erst 2,1 Millionen Menschen sind geimpft.

Auch die Auslieferung klappt nicht so wie geplant. Das amerikanische Gesundheitsministerium wollte im Dezember 100 Millionen Impfdosen verteilen. Doch nur rund 11 Millionen sind in den Bundesstaaten angekommen.

Biden will Rüstungsproduktion anfeuern

Der gewählte Präsident Joe Biden hat in einer Ansprache seinen Impfplan präsentiert. In der jetzigen Geschwindigkeit würde es Jahre oder Monate dauern, bis alle Amerikanerinnen und Amerikaner geimpft seien, sagte Biden. Er will das Impf-Tempo massiv beschleunigen.

Sein Ziel: Eine Million Impfungen pro Tag. Helfen soll ein Gesetz zur Rüstungsproduktion. Biden will es anwenden, damit Unternehmen mehr Schutzausrüstungen herstellen sowie medizinisches Material für die Impfungen.

Virus-Mutation erstmals in den USA nachgewiesen

In seiner Rede hatte der designierte Präsident mehrfach dazu aufgerufen, Masken zu tragen. Er warnte vor der womöglich härtesten Phase der Pandemie in den kommenden Wochen.

Die besonders ansteckende Coronavirus-Variante hat derweil nun auch die USA erreicht. Im US-Bundesstaat Colorado ist die Mutation zum ersten Mal nachgewiesen worden.