Kühe stehen auf einer vertrockneten Weide | Bildquelle: dpa

Weltklimarat zur Landnutzung Kein Weitermachen wie bisher

Stand: 08.08.2019 10:49 Uhr

Dürren, Hitzewellen, Wasser- und Nahrungsmangel: In seinem neuen Sonderbericht zum Klimawandel zeichnet der Weltklimarat ein düsteres Zukunftsbild und fordert eine dringende Kehrtwende bei der Landnutzung.

Der Weltklimarat (IPCC) hat seinen neuen Sonderbericht zur Erderwärmung veröffentlicht und darin die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels beschrieben. Aus dem Bericht geht hervor, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landmassen bereits 1,53 Grad erreicht hat. Unter Berücksichtigung der sich langsamer erwärmenden Meeresflächen sei die globale Temperatur insgesamt um knapp 0,9 Grad gestiegen. Verglichen wurden die Zeiträume 1850 bis 1900 und 2006 bis 2015.

Weltklimarat veröffentlicht Sonderbericht zum Klimawandel
tagesschau 17:00 Uhr, 08.08.2019, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Vor dem Hintergrund des im Jahr 2015 im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziels, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken, sprechen die Forscher eine Warnung aus. Sollte die Erwärmung tatsächlich auf zwei Grad ansteigen, wäre die Lebensgrundlage von bis zu 500 Millionen Menschen weltweit bedroht - unter anderem durch Wassermangel und durch die Ausdehnung von Wüsten.

Dringender Appell

Laut IPCC ist die Zahl der Dürren und Hitzewellen in Folge des Klimawandels global angestiegen. Das könne man heute schon mit einer hohen wissenschaftlichen Genauigkeit belegen, so die Wissenschaftler. In Zukunft werden sie dem Bericht zufolge vor allem in Zentraleuropa, der Mittelmeerregion, dem südlichen Amazonasgebiet sowie dem südlichen Afrika weiter zunehmen - in Zahl, Dauer und Intensität. In vielen Regionen werden zudem häufiger extreme Regenfälle vorkommen.

Ein Feld mit vertrockneten Maispflanzen | Bildquelle: dpa
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Durch Dürren und Hitzephasen ist die weltweite Nahrungsproduktion in Gefahr.

Daher fordert der Weltklimarat in seinem Bericht ein radikales Umsteuern bei der Landnutzung. Um die wachsende Erdbevölkerung dauerhaft zu ernähren und zugleich das Klima zu schützen, müsse die internationale Gemeinschaft sofort handeln. Die Wissenschaftler plädieren dafür, die Ausbeutung von Land, die Lebensmittelverschwendung und die CO2-Belastung durch die Landwirtschaft dringend zu reduzieren.

Ziel: Reduktion von Treibhausgasen

"Die Stabilität des Nahrungsmittelangebots wird voraussichtlich sinken, da das Ausmaß und die Häufigkeit von Extremwetterereignissen, die die Lebensmittelproduktion beeinträchtigen, steigen wird", schreiben die Experten. Es gehe auch darum, die gesamte Kette der Erzeugung und des Konsums von Nahrungsmitteln zu überdenken. Eine ausgewogene Ernährung, die verstärkt auf Gemüse und Getreide setze, könne dazu beitragen, die Kohlendioxid-Emissionen wesentlich zu senken.

Land- und Forstwirtschaft muss umdenken

Die Land- und Forstwirtschaft steuert laut IPCC rund 23 Prozent der vom Menschen verursachten Treibhausgase bei. Durch ein bewussteres Landwirtschaften - etwa durch planvollere Bodenbearbeitung und gezielteren Einsatz von Dünger - könne durchaus viel erreicht werden, sagte die deutsche Co-Autorin des Berichts, Almut Arneth, im tagesschau24-Interview. Dafür müsse die Politik aber auch Anreize für Produzenten schaffen.

Almut Arneth, Ökosystemforscherin: "Die Weltbevölkerung zerstört ihre Lebensgrundlage"
tagesschau24 11:00 Uhr, 08.08.2019

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Doch auch jeder Einzelne könne durch sein Konsumverhalten viel für das Klima tun, betonte die Forscherin. Dabei gehe es auch um den Fleischkonsum und die Lebensmittelverschwendung. Maßnahmen wie die gerade kontrovers diskutierte höhere Mehrwertsteuer für Fleisch findet sie in diesem Zusammenhang jedoch wenig sinnvoll. Eher solle der Blick - sowohl von Produzenten als auch Konsumenten - auf die umweltfreundlichere Produktion gelenkt werden.

Arneth plädierte in dem Interview zudem für einen besseren Schutz von Mooren und Wäldern, die als CO2-Speicher eine enorme Auswirkung auf das Klima hätten.

Staaten beraten im September

Die Bundesregierung will am 20. September ihre Klima-Strategie vorstellen. Am 23. September beraten die Staaten bei einem Klimagipfel der Vereinten Nationen über die Folgen des Temperaturanstiegs.

Der Weltklimarat wurde angesichts der Erderwärmung von zwei UN-Organisationen vor mehr als 30 Jahren gegründet und hat inzwischen fast 200 Mitgliedsländer. Er soll aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf Natur und Mensch auswirkt, wie er gebremst werden kann und welche Anpassungsstrategien es gibt. Das Gremium mit Sitz in Genf forscht nicht selbst. Vielmehr sichten für die jeweiligen IPCC-Berichte eigens aufgestellte Forscher aktuelle Studien und werten sie aus.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. August 2019 um 10:42 Uhr.

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