Zerstörungen nach dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires im Jahr 1994 | Bildquelle: AFP

Sieben-Millionen-Dollar-Prämie USA suchen Hisbollah-Mann mit Belohnung

Stand: 20.07.2019 04:14 Uhr

Der Hisbollah-Agent Salman Rauf Salman soll mehrere terroristische Anschläge angeleitet haben - unter anderem auf das jüdische Zentrum Amia in Buenos Aires. Die USA suchen ihn nun mit einer üppigen Prämie.

Die US-Regierung hat eine Belohnung von bis zu sieben Millionen US-Dollar (rund 6,2 Millionen Euro) für Hinweise zum Verbleib eines mutmaßlichen Terroristen der libanesischen Hisbollah-Miliz ausgeschrieben. Salman Raouf Salman alias Samuel Salman El Reda leite Hisbollahs terroristische Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre und sei an Komplotten auf der ganzen Welt beteiligt gewesen, teilte das US-Außenministerium mit. Am bekanntesten sei er für seine prominente Rolle bei einem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires im Jahr 1994.

US-Außenminister Mike Pompeo weilte für eine Ministerkonferenz zum Kampf gegen den Terrorismus in der argentinischen Hauptstadt. Er nahm dort außerdem an einer Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag des Amia-Anschlags teil.

Der mutmaßliche Hisbollah-Terrorist Salman Raouf Salman | Bildquelle: AFP
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Reproduktion einer Fotografie des mutmaßlichen Hisbollah-Terroristen Salman Raouf Salman. Er soll an Komplotten auf der ganzen Welt beteiligt gewesen sein.

Hisbollah-Miliz als Terrororganisation eingestuft

Argentinien hatte die Hisbollah-Miliz am Vortag als Terrororganisation eingestuft und für den Anschlag mit 85 Todesopfern verantwortlich erklärt - ebenso wie für ein Attentat auf die israelische Botschaft in Buenos Aires mit 29 Toten zwei Jahre zuvor. Für beide Anschläge wurden bislang keine Täter verurteilt. Ermittelt wurde gegen mutmaßliche iranische Drahtzieher.

Die schiitische Hisbollah (Partei Gottes) entstand 1982 mit iranischer Unterstützung als Antwort auf die israelische Invasion im Libanon. Seit 1992 ist sie im libanesischen Parlament vertreten, sie kämpft aber auch mit Gewalt gegen Israel und für die Errichtung einer "Herrschaft des Islams". Im Syrien-Krieg ist sie auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad aktiv.

Die USA, Kanada und Israel haben die gesamte Hisbollah auf ihre Terrorlisten gesetzt, Großbritannien, Australien und die EU lediglich ihren militärischen Arm.

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