Demonstranten in gelben Westen errichten Straßensperren und werfen mit Gegenständen. | Bildquelle: dpa

Proteste in Belgien Krawall in gelber Weste

Stand: 30.11.2018 21:34 Uhr

Bei Protesten gegen hohe Steuern und Lebenshaltungskosten in Belgien ist es zu Straßenschlachten gekommen. Die Demonstranten trugen gelbe Warnwesten - in Anlehnung an die Protestierenden in Frankreich.

Etwa 300 sogenannte Gelbwesten haben sich aus Protest gegen hohe Steuern und Lebenshaltungskosten in mehreren belgischen Städten Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Im Brüsseler Europaviertel brannten zwei Polizeiautos aus.

Die Polizei feuerte mit Tränengas und Wasserwerfern auf Demonstranten, die mit Pflastersteinen warfen. Etwa 60 Menschen wurden wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Eine Person habe eine Waffe bei sich getragen, teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit.

Ein brennender und ein beschädigter Polizeiwagen stehen bei einem Protest der sogenannten "Gelbwesten" auf einer Straße. | Bildquelle: dpa
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Im Brüsseler Europaviertel brannten zwei Polizeiautos aus.

Straßensperren am Regierungssitz

In Anlehnung an die seit zwei Wochen andauernden Proteste der "Gelbwesten" gegen geplante Steuererhöhungen auf Diesel und Benzin in Frankreich trugen auch die Teilnehmer der Demonstrationen in Brüssel und anderen Landesteilen gelbe Warnwesten. Einzelne Gruppen versammelten sich nahe dem Regierungssitz und dem Parlament und errichteten Straßensperren.

Ministerpräsident Charles Michel schrieb auf Twitter, solche Gewalt dürfe nicht geduldet werden. "Schläger und Plünderer sollten bestraft werden".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 30. November 2018 um 21:00 Uhr.

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