Feldhamster | Bildquelle: dpa

Liste gefährdeter Arten Feldhamster vom Aussterben bedroht

Stand: 09.07.2020 14:02 Uhr

Bislang war man davon ausgegangen, dass es in Osteuropa noch jede Menge Feldhamster gibt. Das war offenbar ein Trugschluss. Das Tier ist akut vom Aussterben bedroht und wurde in die Rote Liste der Weltnaturschutzunion aufgenommen.

Einst kam der Feldhamster vom Elsass bis nach Sibirien millionenfach vor. Jetzt ist jetzt er offiziell in seinem gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Das geht aus der neuen Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten hervor, die die Weltnaturschutzunion (IUCN) präsentierte.

Das verringerte Vorkommen in West- und Mitteleuropa war bereits bekannt. In der EU ist der Feldhamster streng geschützt. Allerdings hatten Naturschützer bislang angenommen, dass es noch jede Menge Feldhamster in Osteuropa und Russland gibt. Das war offenbar ein Trugschluss. "Wenn sich nichts ändert, wird der Feldhamster in den nächsten 30 Jahren aussterben", berichtete die IUCN.

Die Ursachen für das Verschwinden des Feldhamsters sind noch nicht geklärt. Als mögliche Verursacher gelten aber unter anderem die Ausweitung von Monokulturen in der Landwirtschaft, die globale Erderwärmung und Lichtverschmutzung.

Der Feldhamster gehört zu den am meisten gefährdeten Säugetieren Europas
tagesschau 15:00 Uhr, 09.07.2020, Wolfgang Wanner, ARD Genf

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Abholzung, Jagd und höhere Ozeantemperaturen

Zudem sind den Angaben nach jetzt 103 der 107 Lemuren-Arten vom Aussterben bedroht - vor allem durch die Abholzung und Jagd in Madagaskar. 13 Arten wurden in höhere Kategorien eingestuft, darunter Madame Berthes Mausmaki, die kleinste Affenart der Welt. Das Tier ist nur rund zehn Zentimeter lang. In Afrika sind 53 Prozent der 103 Primatenarten stark gefährdet.

Temmink-Stummelaffen | Bildquelle: AP
galerie

Auch die Temmink-Stummelaffen gehören zu den vom Aussterben bedrohten Tieren.

Ebenso gilt auch der Glattwal Atlantischer Nordkaper (Eubalaena glacialis) jetzt als vom Aussterben bedroht. 2018 habe es schätzungsweise nur noch 250 Exemplare gegeben. Höhere Ozeantemperaturen trieben viele Beutetiere Richtung Norden. Die Wale folgten und verhedderten sich dort öfter in Fischernetzen oder würden von Booten verletzt. Neu in der Liste ist außerdem der Chinesische Raupenpilz, der als traditionelles Heilmittel eingesetzt wird.

Schwanzflossen Glattwal | Bildquelle: AP
galerie

Der Glattwal Atlantischer Nordkaper (Eubalaena glacialis) steht ebenfalls auf der Liste der IUCN.

Mehr als 32.000 Arten gefährdet

Die Rote Liste der Organisation wird jedes Jahr mindestens einmal aktualisiert. Insgesamt sind in der seit 1964 geführten Liste nun gut 120.000 Tier- und Pflanzenarten erfasst, vorher waren es rund 116.000. Vom Aussterben bedroht sind mehr als 32.000 Arten. Das sind Arten, die nach Meinung der IUCN ohne Schutzmaßnahmen nicht überleben werden.

Unterteilt sind sie in drei Stufen: "gefährdet", "stark gefährdet" und "vom Aussterben bedroht". In dieser höchsten Kategorie sind einschließlich Feldhamster jetzt 6.811 Arten, zuvor waren 6.523.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juli 2020 um 14:00 Uhr.

Darstellung: