Rauchwolke nach einer Explosion in Bangkok | AP

Thailand Toter bei Explosion in Bangkok

Stand: 05.07.2021 10:52 Uhr

Eine Explosion in einer Chemiefabrik in der Nähe des Flughafens hat Bangkok erschüttert. Viele Menschen wurden verletzt, mindestens einer starb. Die Unglücksursache ist noch unklar.

Eine gewaltige Explosion in der Nähe des Flughafens Suvarnabhumi International Airport in Bangkok hat mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Mindestens elf weitere Personen seien verletzt worden, eine von ihnen schwer, teilten die thailändischen Behörden mit. Die Druckwelle erschütterte auch einen der Terminals.

Flüge wurden nach Angaben der Flughafens nicht abgesagt. Man beobachte die Situation aber und sei darauf vorbereitet, einen Notfallplan in Kraft zu setzen, erklärten Beamte. Die Behörden erklärten, Anwohner im Umkreis von fünf Kilometern seien evakuiert worden, weil die Gefahr bestehe, dass Tausende Liter Chemikalien auslaufen und weitere Explosionen verursachen könnten.

Rauchwolke über dem Flughafen in Bangkok | AP

Die Fabrik in Samut Prakan am südöstlichen Stadtrand von Bangkok stellte Plastikschaum her. Bild: AP

Krankenhaus musste geräumt werden

Auch das Krankenhaus, in das die Verletzten zunächst gebracht worden waren, musste geräumt werden. In Schulen und Regierungsgebäuden wurden Notunterkünfte eingerichtet. Freiwillige suchten nach möglichen weiteren Verletzten.

Am frühen Morgen (Ortszeit) sei in einer Fabrik für Plastikschaum ein Feuer ausgebrochen, hieß es. Die Erschütterung der Explosion sei noch in neun Kilometern Entfernung zu spüren gewesen. Fotos thailändischer Medien zeigten Feuerwehrleute, die über verbogene Metalltrümmer kletterten, um mit ihren Löschschläuchen nahe genug an den Brand heranzukommen. Auch Hubschrauber kamen zum Einsatz. Auf anderen Aufnahmen waren zersplitterte Fensterscheiben und Trümmer auf den Straßen zu sehen.

Dunkle Rauchwolke neben Buddha-Statue | AFP

Die Rauchwolke nach der Explosion in einer Chemiefabrik war weithin zu sehen. Bild: AFP

Unglücksursache noch unklar

Die Unglücksursache ist noch unklar. Stunden später erklärte die Feuerwehr, das Feuer in der Chemiefabrik Ming Dih sei unter Kontrolle. Allerdings stand immer noch ein Tank mit Styrol in Flammen, wie Chailit Suwannakitpong von der Katastrophenschutzbehörde sagte. Diese Flüssigkeit ist entzündlich und kann beim Verbrennen giftige Gase freisetzen. Auf dem Gelände der Fabrik der Ming Dih Chemical Company seien in fünf oder sechs Lagerhallen etwa 50 Tonnen Chemikalien gelagert worden, hieß es.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Juli 2021 um 10:00 Uhr.

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Moderation 05.07.2021 • 14:24 Uhr

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