Polizisten auf den Bahamas | Bildquelle: REUTERS

Nach Hurrikan "Dorian" 2500 Vermisste auf den Bahamas

Stand: 11.09.2019 21:08 Uhr

Am 1. September hatte Hurrikan "Dorian" weite Teile der Bahamas verwüstet - und noch immer werden 2500 Menschen offiziell vermisst. Die Zahl der Opfer wird derzeit mit 50 angegeben, dürfte aber weiter steigen.

Mehr als eine Woche nach Ankunft von Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas gelten dort 2500 Menschen offiziell als vermisst. Die Liste sei aber nur vorläufig und dürfte deutlich schrumpfen, sagte ein Sprecher der staatlichen Katastrophenschutzbehörde. Unter anderem müsse abgeklärt werden, ob Vermisste auf andere Inseln oder in Notunterkünfte gebracht wurde.

Weitere Tote befürchtet

Die Zahl der Todesopfer gaben die Behörden am Dienstag mit 50 an. Es werde davon ausgegangen, dass bei den Such- und Bergungseinsätzen weitere Tote entdeckt würden, so die Polizei.

Durch den Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Häuser | Bildquelle: AP
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Durch den Hurrikan ''Dorian'' zerstörte Häuser auf den Bahamas.

Mittlerweile wurden Tausende Bewohner der betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates auf die bevölkerungsreichste Insel, New Providence, sowie in die USA gebracht. Allerdings mussten am Sonntag 119 Menschen eine Fähre nach Florida wegen fehlender US-Visa in der bahamaischen Stadt Freeport wieder verlassen. Dabei dürfen Bürger der Bahamas eigentlich ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen. Freeport, die größte Stadt der Insel Grand Bahama, liegt nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt.

US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, jeder müsse absolut korrekte Ausweispapiere haben. Er wolle keine Personen ins Land lassen, die sich illegal auf den Bahamas aufhielten - darunter seien "sehr schlechte Menschen".

Hurrikan der höchsten Kategorie

"Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst am Mittwoch war der Wirbelsturm komplett über die Inselgruppe hinweggezogen. Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, er glaube, die endgültige Zahl der Todesopfer werde "überwältigend" sein. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffenen Gebiete vorrücken.

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Hurrikan Dorian - 2500 Vermisste auf den Bahamas
Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko City
12.09.2019 06:40 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. September 2019 um 22:00 Uhr.

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