Wellen durch Hurrikan "Florence" an der "Oceana Pier" in Atlantic Beach | Bildquelle: AP

Zehnjahres-Statistik 3750 Naturkatastrophen - 700.000 Tote

Stand: 31.10.2018 04:04 Uhr

In den vergangenen zehn Jahren hat das Rote Kreuz weltweit 3750 Naturkatastrophen erfasst. Rund zwei Milliarden Menschen waren von den Ereignissen betroffen. Mehr als 700.000 Menschen verloren ihr Leben.

Rund zwei Milliarden Menschen haben laut dem Roten Kreuz in den vergangenen zehn Jahren direkt unter Naturkatastrophen gelitten. Etwa 95 Prozent der Kinder, Frauen und Männer seien von Unglücken getroffen worden, die mit dem Wetter zusammen hängen, teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf mit.

Die Menschen hätten ihr Hab und Gut teilweise oder ganz verloren, sie seien arbeitslos geworden oder sie hätten nach den Katastrophen humanitäre Hilfe benötigt, sagte IFRC-Generalsekretär Elhadj As Sy. Von 2008 bis 2017 seien mehr als 700.000 Menschen durch Naturkatastrophen getötet worden, rund die Hälfte der Todesopfer sei nach Erdbeben verzeichnet worden.

Überschwemmungen häufigste Naturkatastrophe

In dem Zeitraum seien 3750 Naturkatastrophen erfasst worden, die Hälfte davon seien Überschwemmungen gewesen. Die andere Hälfte setze sich vor allem aus Stürmen, Hitzewellen, Erdrutschen, Feuersbrünsten, Erdbeben und Vulkanausbrüchen zusammen.

Rot-Kreuz-Generalsekretär Sy betonte, dass viele Millionen Opfer vor allem in armen Ländern nicht ausreichend oder überhaupt keine Hilfe erhalten hätten.

Erdbeben in Sulawesi | Bildquelle: AP
galerie

Im September erschütterte ein Beben der Stärke 7,4 die indonesische Insel Sulawesi. Durch den folgenden Tsunami kamen mindestens 2000 Menschen ums Leben.

Kritik an mangelnder Hilfsbereitschaft

Laut Rotem Kreuz können etliche Menschen nicht unterstützt werden, weil sie nicht amtlich erfasst sind oder weil Helfer sie wegen großer Gefahren nicht erreichen können. Als Hindernisse erweisen sich demnach auch eine beschädigte oder zerstörte Infrastruktur aber auch Gewalt und Konflikte.

Das Rote Kreuz kritisierte zudem die mangelnde finanzielle Hilfsbereitschaft der Staatengemeinschaft. Im Jahr 2017 hätten die UN nur 56 Prozent der benötigten Gelder erhalten, um Menschen in humanitären Krisen beizustehen.

Rotes Kreuz: Katastrophenhilfe erreicht zu wenig Menschen
Dietrich Karl Mäurer, ARD Zürich
31.10.2018 08:07 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Oktober 2018 um 04:42 Uhr.

Darstellung: