Ein von Wassermassen umgebenes Auto in einem Vorort von Sydney, Australien | REUTERS

Australien Hochwasser fordert erstes Todesopfer

Stand: 24.03.2021 10:30 Uhr

Nach tagelangem Starkregen sind im Südosten Australiens viele Häuser, Straßen und Felder überflutet. Ein Mann starb, nachdem er im Auto von den Fluten überrascht wurde. Die Pegelstände vieler Flüsse steigen weiter.

Bei den verheerenden Überschwemmungen im Südosten Australiens hat es ein erstes Todesopfer gegeben. Ein Mann sei im Nordwesten von Sydney in seinem Auto von den Fluten überrascht worden und tot in dem Fahrzeug entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, sagte im Parlament, es sei "schlicht ein Wunder", dass es zuvor angesichts der katastrophalen Lage keine Toten gegeben habe.

Tagelanger Starkregen

Tagelanger Starkregen hatte in den vergangenen Tagen zur Evakuierung ganzer Ortschaften geführt. Häuser, Straßen und Felder versanken in den Fluten, viele Australier haben all ihren Besitz verloren. Trotz Wetterbesserung und blauem Himmel in Teilen der Region gaben die Behörden noch keine Entwarnung. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte Berejiklian vor Journalisten.

Pegelstände steigen weiter

Die Pegelstände vieler Flüsse stiegen weiter an, und für weite Gebiete seien noch Evakuierungsanordnungen möglich, die viele Tausend Menschen betreffen könnten. Ein solches Hochwasser "haben wir seit 50 Jahren und in manchen Teilen seit 100 Jahren nicht erlebt"", so die Politikerin. Seit dem Wochenende seien etwa 24.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur AAP.

Der Meteorologiebehörde zufolge war der Höchststand des Wassers in einigen Gemeinden noch nicht erreicht. Während in manchen Gebieten die Aufräumarbeiten begannen, "wird das Leben für viele Menschen für eine lange Zeit nicht normal werden", sagte Berejiklian.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. März 2021 um 12:00 Uhr.