Great Barrier Reef | Bildquelle: AFP

Kampf gegen Umweltschäden Millionen für das Great Barrier Reef

Stand: 29.04.2018 11:52 Uhr

Klimaveränderungen und Umweltverschmutzung setzen dem Great Barrier Reef zu. Die australische Regierung will jetzt Millionen in die Rettung investieren - auch, weil viele Jobs vom Riff abhängen.

Die australische Regierung will das berühmte Great Barrier Reef mit einer dreistelligen Millionensumme retten. Im Fernsehsender ABC kündigte Umweltminister Josh Frydenberg Investitionen in Höhe von umgerechnet rund 312 Millionen Euro an.

Finanziert werden sollen Maßnahmen, die die Wasserqualität verbessern. Außerdem ist geplant, geschädigte Korallenriffe wiederherzustellen. "Mit der größten Investition ihrer Art in Australiens Geschichte soll die Zukunft des Riffs gesichert werden", sagte Frydenberg.

Experten sehen schwere Schäden

Landwirte sollen finanzielle Anreize erhalten, damit sie künftig weniger Pestizide verwenden. Durch die Menge an Schadstoffen, die bisher in das Riff abfloss, hatten sich laut Experten korallenfressende Seesterne stark vermehrt.

Wissenschaftler warnen seit Jahren vor schweren Schäden. Sie machen dafür neben der Umweltverschmutzung auch Klimaveränderungen verantwortlich. In den Jahren 2016 und 2017 hatte eine Hitzewelle die tödliche Korallenbleiche ausgelöst und laut Experten fast ein Drittel des Riffs zerstört.

Gesunde Korallen im Great Barrier Reef | Bildquelle: dpa
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Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben.

Korallenbleiche am Great Barrier Reef | Bildquelle: AFP
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Die Erwärmung des Meerwassers führt zu Korallenbleiche, die zum Absterben der Korallen führen kann.

Von dem Riff hängen nach Angaben der Regierung knapp 64.000 Jobs ab - es ist eine wichtigste Touristenattraktion im Land. "Das Great Barrier Reef soll zum Wohle aller Australier erhalten werden", erklärte Premierminister Malcolm Turnbull.

Die Unesco hatte das Riff 1981 zum Weltnaturerbe erklärt. Das Ökosystem an der Nordostküste des Landes erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 2300 Kilometern. Es beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.

Über dieses Thema berichtete der Deutschlandfunk am 29. April 2018 um 12:00 Uhr.

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