Feuer in der Nähe eines Cricket-Feldes in Perth | Bildquelle: AFP

Feuer in Australien Neue Gefahr durch Buschbrände

Stand: 14.12.2019 09:50 Uhr

Ungewohnt früh sind in diesem Jahr die Buschbrände in Australien ausgebrochen. Das führt im Land zu Diskussionen über die Klimapolitik. Derweil sorgen hohe Temperaturen und starker Wind für neue Gefahr.

Große Hitze und starke Winde heizen die Buschbrände in Australien weiter an. Im Norden der Metropole Perth gaben die Behörden eine Warnung heraus. Durch die Feuer sind seit November mehrere Menschen getötet worden.

Im südöstlichen Bundesstaat New South Wales kämpfen Hunderte Feuerwehrleute weiter gegen rund 130 Brände. Im Nordwesten der Hauptstadt Sydney gibt es eine rund 60 Kilometer lange Feuerfront, dort waren mehrere Brände in einem sogenannten Megafeuer aufgegangen. In der rauchverhangenen Stadt hatten am Mittwoch mehr als 20.000 Menschen dringende Maßnahmen zum Klimaschutz gefordert.

Rauch eines Buschfeuers in Perth, Australien | Bildquelle: AFP
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Rauchschwaden über dem Perth Cricket Stadium

Debatte über Klimapolitik

Wegen der ungewöhnlich frühen Buschbrände ist eine Diskussion über die Klimapolitik der Regierung entbrannt. Premierminister Scott Morrison verteidigte am Donnerstag seinen Kurs und machte mehrere Faktoren für die Feuer verantwortlich. Einer davon sei der Klimawandel, hauptsächlich habe aber die Dürre im australischen Outback zu den Bränden geführt.

Morrison ist ein starker Befürworter der Kohleindustrie. Zuvor hatte er die Debatten über einen Zusammenhang zwischen den Buschbränden und dem Klimawandel als "nicht hilfreich" bezeichnet.

Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember. In diesem Jahr ging es jedoch schon im Oktober los. Seitdem verbrannten nach Angaben der Behörden rund 2,7 Millionen Hektar Land. Mehr als 900 Häuser wurden zerstört.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. November 2019 um 16:36 Uhr.

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