Teilnehmer bilden an der Grenze zu den Niederlanden in Aachen bei der Protestaktion "Kettenreaktion" gegen belgische Atommeiler eine Menschenkette.  | Bildquelle: dpa

Menschenkette durch drei Länder 50.000 protestieren gegen belgische AKW

Stand: 25.06.2017 16:57 Uhr

Wie gefährlich sind die Risse in den belgischen Atommeilern Doel und Tihange? Die Menschen in der Grenzregion zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland sind besorgt. Zum Protest wollten sie eine kilometerlange Menschenkette durch drei Länder bilden.

Das Atomkraftwerk Tihange 2 bei Lüttich, Belgien | Bildquelle: dpa
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Das Atomkraftwerk Tihange 2 bei Lüttich in Belgien.

Atomkraftgegner aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien haben mit einer Kilometer langen Menschenkette gegen belgische Atomkraftwerke demonstriert. Die Teilnehmer an der Aktion beklagten Sicherheitsmängel in den umstrittenen Kraftwerken Tihange 2 bei Lüttich und Doel 3 bei Antwerpen.

Die Teilnehmer an der Aktion forderten ein sofortiges Abschalten der Kraftwerksblöcke. Wegen Tausender kleiner Risse in den Reaktorbehältern zweifeln Experten an der Sicherheit der beiden Reaktoren bei Störfällen.

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Durch drei Länder

An der Aktion unter dem Motto "Kettenreaktion Tihange" beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren 50.000 Menschen. Sie stellten sich vom Atomkraftwerk Tihange in Huy bei Lüttich über die Niederlande bis nach Aachen auf.

Um die ursprünglich geplante Kette mit einer Länge von 90 Kilometern Länge zu schließen, wären nach früheren Angaben der Veranstalter 60.000 Teilnehmer notwendig gewesen.

Für die endgültige Abschaltung der beiden Atommeiler macht sich auf deutscher Seite seit geraumer Zeit ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Bürgern, Kommunen und Politik stark. Zu den Unterstützern der Protestaktion auf Initiative der Städteregion Aachen zählt auch Nordrhein-Westfalens designierter Ministerpräsident Armin Laschet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juni 2017 um 20:00 Uhr.

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