Stadtansicht von Astana | Bildquelle: picture alliance / AP Images

Kasachstans Hauptstadt Aus Astana wird Nursultan

Stand: 23.03.2019 11:37 Uhr

Kasachstans Hauptstadt erhält einen neuen Namen: Astana soll künftig Nursultan heißen. Das ist der Vorname des langjährigen Machthabers Nursultan Nasarbajew, der jüngst nach 30 Jahren als Präsident zurückgetreten war.

Aus Astana wird Nursultan: Kasachstans neuer Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat per Gesetz die Umbenennung der Hauptstadt Astana offiziell besiegelt. Das teilte das Präsidialamt der Ex-Sowjetrepublik auf seiner Internetseite mit. Die Staatsagentur Kazinform veröffentlichte daraufhin den entsprechenden Gesetzestext.

Umbenennung im Eiltempo

Nursultan - das ist der Vorname des langjährigen Machthabers Nursultan Nasarbajew. Er hatte am Dienstag nach fast 30 Jahren an der Macht überraschend seinen Rücktritt erklärt. Bereits einen Tag später übernahm sein Vertrauter Tokajew die Amtsgeschäfte und schlug selbst den neuen Namen für die Hauptstadt vor. Daraufhin beschlossen die beiden Kammern des kasachischen Parlaments die Änderung.

Dagegen gab es Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen in dem ölreichen Steppenstaat vereinzelt Proteste. Mehrere Demonstranten wurden bei einer Kundgebung in Almaty, der Wirtschaftsmetropole des ölreichen mittelasiatischen Landes, festgenommen.

Protestierende gegen die Umbennung von Astana werden abgeführt. | Bildquelle: AP
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Bei Protesten gegen die Umbenennung wurden etliche Menschen festgenommen.

Mehrfach umbenannt

Nursultan ist seit 1997 die Hauptstadt des zentralasiatischen Landes. Sie wurde in der Vergangenheit schon mehrfach umbenannt. Zunächst hieß sie Akmolinsk, ab 1961 Zelinograd, 1992 Akmola, 1998 Astana und nun Nursultan.

Solche Ehrbekundungen haben auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion eine lange Tradition. So war etwa auch der Sowjetdiktator Josef Stalin seit 1925 Namensgeber der Stadt Stalingrad - die jedoch im Zuge der Entstalinisierung in Wolgograd umbenannt wurde.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. März 2019 um 13:00 Uhr.

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