Bewohner retten Habseligkeiten aus ihren zerstörten Häusern in der Küstenstadt Dulag. | AFP

Philippinen Mindestens zwölf Tote durch Taifun

Stand: 17.12.2021 12:57 Uhr

Infolge eines Tropensturms sind auf den Philippinen mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Hunderttausende mussten fliehen, ganze Landstriche wurden verwüstet. Inzwischen hat sich der Sturm etwas abgeschwächt.

Auf den Philippinen hat ein Taifun schwere Verwüstungen angerichtet und mehr als 300.000 Menschen in die Flucht getrieben. Mindestens zwölf Menschen kamen den Behörden zufolge ums Leben.

Der Tropensturm "Rai" habe Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst, zahlreiche Dächer abgedeckt und Bäume und Strommasten aus dem Boden gerissen, teilte der Katastrophenschutz mit. Viele Menschen suchten zwischenzeitlich Zuflucht in Notunterkünften.

Sturm leicht abgeschwächt

"Viele Häuser wurden zerstört und wir prüfen noch, ob es weitere Opfer gibt", sagte der Bürgermeister der Stadt Iloilo City, Jerry Trenas. Die Lage sei schwierig, weil der Strom ausgefallen sei. "Ich habe nie eine solche Heftigkeit in meinem Leben erlebt, und wir wurden nicht einmal direkt getroffen", so Trenas.

Der Taifun zog derweil leicht abgeschwächt, aber immer noch mit Windböen von bis zu 215 Kilometern pro Stunde über das Land. Der Sturm bewegte sich Richtung Westen und soll laut nationalem Wetterdienst voraussichtlich am Samstag die Philippinen verlassen.

Zahlreiche Inlandsflüge mussten infolge des Taifuns gestrichen und der Schiffsverkehr eingestellt werden. Mehrere Flughäfen des Landes sollen schwere Schäden davongetragen haben. "Rai" war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) erstmals auf Land getroffen. Besonders betroffen waren südliche und östliche Regionen des Inselstaates.

Karte der Philippinen mit Guimaras, Bukidnon und Surigao City

Mehrere Provinzen waren von dem Taifun betroffen.

Etwa 20 Taifune pro Jahr

Der Sturm traf die Philippinen zum Ende der Taifun-Saison. Die meisten heftigen Wirbelstürme entwickeln sich zwischen Juli und Oktober. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht.

Durch den Klimawandel und die damit steigenden Meerestemperaturen nehmen Wirbelstürme in ihrer Zahl und Intensität zu. Der bisher schlimmste Taifun "Haiyan" hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet. Mehr als vier Millionen Menschen mussten fliehen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 17. Dezember 2021 um 10:33 Uhr.