Ein Mann legt Sandsäcke vor den mit Brettern gesicherten Eingang eines Hotels. | AFP

Nach Verwüstung in Philippinen Vietnam rüstet sich für Taifun "Noru"

Stand: 27.09.2022 12:54 Uhr

In Vietnam flüchten Tausende vor der Ankunft von Taifun "Noru". Der Wirbelsturm soll dort am Mittwoch auf die Küste treffen. In den Philippinen gab es mindestens acht Totesopfer durch den Taifun.

Der Taifun "Noru" wird nach Vorhersagen am Mittwochmorgen Ortszeit Vietnam erreichen. Die Behörden haben vor der Ankunft des Tropensturms Tausende Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. "Noru" sei voraussichtlich einer der heftigsten Taifune, die Vietnam seit 20 Jahren erlebt habe, berichteten vietnamesische Medien.

In den betroffenen Gegenden gingen schon heute starke Regenfälle nieder. Zahlreiche Menschen in den Küstenregionen Zentralvietnams versuchten, ihre Häuser sturmsicher zu machen und deckten sich mit Lebensmitteln ein. Allein in der Provinz Phu Yen am Südchinesischen Meer wurden 20.000 Fischer an Land geholt.

Die Regierung ordnete Ausgangsbeschränkungen an. Zehn Flughäfen, unter anderem in der bei Touristen beliebten Stadt Da Nang, sollen bis Mittwoch geschlossen werden. Alle Flüge wurden gestrichen.

Hochwasser umgibt ein Wohngebiet nach dem Taifun Noru in der Stadt San Miguel.  | AP

Hochwasser umgibt ein Wohngebiet in der philippinischen Stadt San Miguel. Der Taifun "Noru" hatte das Zentrum der Hauptinsel Luzon besonders hart getroffen. Viele Gebiete sind überschwemmt. Bild: AP

Von den Philippinen nach Westen

Zuvor hatte "Noru" auf den Philippinen gewütet und 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Es gebe acht Todesopfer, wie der philippinische Katastrophenschutz mitteilte. Drei Menschen würden vermisst. Besonders schlimm betroffen war das Zentrum der Hauptinsel Luzon. Viele Gebiete sind überschwemmt. Erst langsam wird das Ausmaß der Schäden bekannt.

In der Spitze erreichten Böen des Taifuns Geschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde, zeitweise wurde der Sturm als "Supertaifun" eingestuft. Der Sturm hatte sich jedoch seit Montag abgeschwächt und die Philippinen am Dienstag verlassen. Mit Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern war er in westlicher Richtung unterwegs, und es wird erwartet, dass er über dem Südchinesischen Meer wieder an Fahrt gewinnt.

Nach Vietnam folgt Thailand

Nach Vietnam wird "Noru" Berechnungen zufolge über Südlaos weiter in den Nordosten von Thailand ziehen. Auch dort sagten die Behörden für weite Landesteile Starkregen voraus. Taifune sind schwere tropische Wirbelstürme im Nordwestpazifik und seinen Randmeeren.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. September 2022 um 12:24 Uhr.