Ein Mann läuft an einen Fernseher in Seoul vorbei, auf dem ein Bericht über einen einen Rakentest in Nordkorea zu sehen ist. | AFP

Südkoreanische Angaben Nordkorea testet offenbar erneut Rakete

Stand: 14.01.2022 09:28 Uhr

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut einen Waffentest durchgeführt. Es sei bereits der dritte in diesem Monat gewesen. Wegen andauernder Raketenstarts hatten die USA zuvor Sanktionen verhängt.

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die Geschosse seien in Richtung Osten geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Nach Angaben aus Südkorea handelte es sich um den dritten Waffentest in diesem Monat.

Das Büro des japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida sowie das japanische Verteidigungsministerium erklärten, sie hätten den Waffentest ebenfalls registriert. Es handele sich möglicherweise um ballistische Raketen. Die japanische Küstenwache gab Sicherheitsanweisungen heraus und erklärte, ein Objekt sei möglicherweise bereits gelandet. Schiffe zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan sowie im Ostchinesischen Meer und im Nordpazifik wurden zur Vorsicht aufgerufen.

USA verhängen Sanktionen gegen Nordkorea

Stunden zuvor hatte Nordkorea eine Mitteilung veröffentlicht, in der die US-Regierung für die Verhängung neuer Sanktionen wegen Raketentests in diesem Monat angegangen wurde. Nordkorea warnte vor stärkeren und konkreteren Maßnahmen, sollte Washington an seiner "konfrontativen Haltung" festhalten.

Die US-Regierung hatte Sanktionen gegen fünf nordkoreanische Regierungsbeamte verhängt. Das US-Finanzministerium kündigte an, die Beamten für ihre Rolle bei der Beschaffung von Ausrüstung und Technologie für die Raketenprogramme Nordkoreas zu bestrafen. Die USA reagieren damit eigenen Angaben zufolge auf sechs Raketentests, die Nordkorea seit September durchgeführt hat.

Zusätzlich verhängte das Außenministerium Sanktionen gegen einen weiteren Nordkoreaner, einen Mann aus Russland und ein russisches Unternehmen für deren breitere Unterstützung nordkoreanischer Aktivitäten im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen. Das Vermögen der betroffenen Personen in den USA oder unter Kontrolle von Amerikanern wird dadurch blockiert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Januar 2022 um 09:00 Uhr.