Soldaten bei der Rettung von Menschen in Udham Singh Nagar im indischen Bundesstaat Uttarakhand | dpa

Indien und Nepal Mindestens 128 Tote bei Überschwemmungen

Stand: 20.10.2021 11:57 Uhr

Nach tagelangen Regenfällen sind bei Überschwemmungen in Indien und Nepal mindestens 128 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende werden noch vermisst. Helfer gehen von steigenden Opferzahlen aus.

In Indien und in Nepal sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 128 Menschen ums Leben gekommen. In Indien starben laut Behördenangaben mindestens 85 Menschen, in Nepal 43. Zahlreiche Menschen werden zudem vermisst. 

Im südlichen indischen Bundesstaat Kerala kamen laut dem Regierungschef des Staates, Pinarayi Vijayan, 39 Menschen ums Leben. Im Bundesstaat Uttarakhand starben nach Behördenangaben 46 Menschen, elf gelten als vermisst. Luftbilder zeigten teilweise überflutete Dörfer in dem für Überschwemmungen besonders anfälligen Gebiet.

Premierminister Modi erschüttert

"Durch die Überschwemmungen gibt es enorme Verluste, die Ernten wurden zerstört", sagte Pushkar Singh Dhami, Ministerpräsident von Uttarakhand.

Der indische Premierminister Narendra Modi drückte auf Twitter sein Bedauern aus. "Ich bin erschüttert über den Verlust von Menschenleben durch starke Regenfälle in Teilen von Uttarakhand. Mögen sich die Verletzten bald erholen. Es laufen Rettungsaktionen, um den Betroffenen zu helfen. Ich bete für die Sicherheit und das Wohl aller", schrieb Modi.

Dutzende Tote und Vermisste in Nepal

Auch im nördlich von Indien gelegenen Nepal gab es nach tagelangen Regenfällen Tote. In den letzten drei Tagen starben 43 Menschen, 30 weitere würden vermisst, teilte die Polizei mit. Man gehe davon aus, dass die Opferzahlen noch ansteigen könnten. 

In der Himalaya-Region im Norden Indiens kommt es immer wieder zu Erdrutschen. Nach Einschätzung von Experten nimmt die Gefahr solcher Unwetterereignisse durch den Klimawandel sowie den Bau von Staudämmen und die Abholzung der Wälder weiter zu. Im Februar waren bei Überschwemmungen im Rishiganga-Tal rund 200 Menschen gestorben.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. Oktober 2021 um 10:55 Uhr.