Menschen stehen neben einer Barrikade während einer Demonstration gegen den Militärputsch. | AFP

Proteste in Myanmar Zahl der Toten stark gestiegen

Stand: 15.03.2021 19:27 Uhr

Die Vereinten Nationen schätzen, dass in Myanmar mindestens 138 Demonstranten seit dem Militärputsch getötet worden sind. Die Lage in dem asiatischen Land habe sich zuletzt weiter zugespitzt.

In Myanmar sind bei Massenprotesten seit dem Putsch der Militärjunta Anfang Februar nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 138 Demonstranten getötet worden. Das gab die UN unter Berufung auf Zahlen des Kommissariats für Menschenrechte bekannt.

Die Lage in dem asiatischen Land habe sich zuletzt über das Wochenende weiter zugespitzt - die UN sprachen von 18 getöteten Demonstranten am Samstag und 38 am Sonntag.

Guterres verurteilt Gewalt gegen Demonstranten

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die anhaltende Gewalt gegen friedliche Demonstranten und die Verletzung von Menschenrechten scharf. Zudem rief er die internationale Gemeinschaft erneut zur Unterstützung der Menschen in Myanmar und ihrem Streben nach Demokratie auf.

Die Militärjunta hatte nach dem Putsch vom 1. Februar einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt. Die Demonstranten fordern die Rückkehr zu demokratischen Reformen, die Freilassung der unter Hausarrest gestellten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November klar gewonnen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. März 2021 um 20:00 Uhr.