Kim auf dem Parteitag in Nordkorea | Bildquelle: AP

Atomwaffen in Nordkorea Kims neue Drohung an die USA

Stand: 09.01.2021 07:28 Uhr

Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms international isoliert - trotz Annäherungen an die USA unter Trump. Kurz vor dem Ende von dessen Amtszeit droht Machthaber Kim seinem "größten Feind".

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jung Un hat mit dem Ausbau des Atomwaffenarsenals seines Landes gedroht, insbesondere mit technisch höherwertigen Systemen. Sein Land habe inzwischen unter anderem die Pläne für ein atombetriebenes U-Boot abgeschlossen, sagte er. Entsprechende Entwürfe befänden sich in der "abschließenden Überprüfungsphase". Kim äußerte sich laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA auf dem ersten Parteitag seit fünf Jahren.

Kim wirft USA "feindselige Politik" vor

Kim begründete die angebliche Aufrüstung mit der Feindseligkeit der USA. "Egal, wer in den USA an der Macht ist, die wahre Natur der USA und ihre grundlegende Politik gegenüber Nordkorea ändern sich nie", wurde Kim zitiert. Daher müsse die Außenpolitik Nordkoreas "darauf ausgerichtet sein, die USA, unseren größten Feind und Haupthindernis für unsere innovative Entwicklung, zu unterwerfen".

Die Zukunft der Beziehungen hänge davon ab, ob Washington von dieser feindseligen Haltung ablasse. Kims Kritik an der "feindseligen Politik" der USA gegen sein Land wurde auch als Versuch gesehen, den am 20. Januar antretenden neuen US-Präsidenten Joe Biden unter Druck zu setzen.

Verbaler Angriff auf Biden

Kim hatte Biden in der Vergangenheit scharf attackiert. Unter anderem bezeichnete er den ehemaligen US-Vize-Präsidenten als "tollwütigen Hund". Biden wiederum charakterisierte den nordkoreanischen Machthaber während des US-Präsidentschaftswahlkampfs als "Verbrecher". 

Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea über sein Atomprogramm kommen seit dem gescheiterten Gipfeltreffen Kims mit dem abgewählten US-Präsident Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms international isoliert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Januar 2021 um 08:00 Uhr.

Darstellung: