Kämpfer der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition sitzen auf einem fahrenden Panzerfahrzeug. | dpa

Gefechte im Jemen Mindestens 40 Rebellen getötet

Stand: 27.06.2021 21:20 Uhr

Im ölreichen Norden des Jemen liefern sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen schwere Gefechte mit Regierungstruppen. Dabei sind nach offiziellen Angaben mindestens 40 Huthis getötet worden.

Bei schweren Gefechten in der jemenitischen Provinz Marib sind nach offiziellen Angaben mindestens 40 Huthi-Rebellen ums Leben gekommen. In der ölreichen Provinz toben seit Februar schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen, die an der Seite eines von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses kämpfen.

Seit Samstagabend hätten die Huthis Stellungen der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten angegriffen, sagte Oberstleutnant Abdel-Rakib al-Schadadi der Nachrichtenagentur dpa. Die Huthi-Rebellen bestätigten die Zahl der Opfer zunächst nicht.

Huthis werden vom Iran unterstützt

Die aufständischen Huthis werden vom Iran unterstützt und beherrschen weite Teile des Nord-Jemen samt der Hauptstadt Sanaa. Mit ihrer seit Monaten laufenden Offensive auf Marib wollen sie eine strategisch wichtige Stadt einnehmen, von wo ein Großteil der Energieressourcen des Landes kontrolliert wird. Es ist die letzte Gegend im Norden, die noch von Regierungstruppen beherrscht wird.

Der Konflikt hat das ohnehin stark verarmte Land in die schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt. Mit dem Kampf um Marib droht die Lage sich noch zu verschärfen: Fast drei Millionen Menschen sind der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge vor Kämpfen in andere Teilen des Landes nach Marib geflüchtet. "Oft leben sie in fürchterlichen Zuständen", schrieb MSF auf Twitter. Wegen der Kämpfe in Marib wurden viele dieser Familien erneut vertrieben.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 27. Juni 2021 um 23:00 Uhr in den Nachrichten.