Israels Premierminister Netanyahu erhält eine Impfung. | AP

Erfolg nach drei Wochen 20 Prozent aller Israelis bereits geimpft

Stand: 10.01.2021 17:42 Uhr

Israel macht beim Thema Impfungen Tempo: Seit Beginn der Impfungen vor drei Wochen hätten etwa 20 Prozent der Bürger das Vakzin erhalten. Das entspricht 1,8 Millionen Menschen. Bis Ende März sollen alle Israelis geimpft werden.

Drei Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel sind bereits 20 Prozent der Bürger und Bürgerinnen gegen das Coronavirus geimpft worden. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte mit, rund 1,8 Millionen Israelis hätten die erste Impfdosis erhalten. Insgesamt hat das Land mehr als neun Millionen Einwohner. Am Wochenende begann die Impfung des medizinischen Personals mit der zweiten Dosis. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Samstagabend seine zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind.

Israel will Krise hinter sich lassen

Nach Medienberichten hat Israel eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer geschlossen, die dies ermöglichen soll. Insgesamt solle Israel zehn Millionen Dosen des Pfizer-BioNTech-Impfstoffs erhalten. Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, bekräftigte Netanyahu am Sonntag. Es solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen.

Israels Premierminister Netanyahu nimmt eine Lieferung Impfstoff in Empfang. | REUTERS

Netanyahu nahm medienwirksam eine Lieferung des Impfstoffs in Empfang. Bild: REUTERS

Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden. Bei der Ankunft eines Frachtflugzeugs mit einer weiteren großen Lieferung des Vakzins sagte Netanyahu, man wolle die Zahl der Impfungen am Tag von sofort an auf 170.000 steigern.

Dritter Lockdown

Israel befindet sich gegenwärtig im dritten Corona-Lockdown, weil die Infektionszahlen zum Jahresende wieder deutlich angestiegen waren. Das Gesundheitsministerium teilte mit, es seien binnen 24 Stunden 5030 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am jüdischen Ruhetag Sabat sind die Corona-Zahlen üblicherweise deutlich geringer als an anderen Wochentagen, weil weniger getestet wird.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Januar 2021 um 10:00 Uhr.