Menschen vor einem Haus in Maumere in East Nusa Tenggara | AFP

Stärke von 7,3 Schweres Seebeben erschüttert Indonesien

Stand: 14.12.2021 07:51 Uhr

Menschen rennen aus schwankenden Häusern oder fliehen auf dem Motorrad: Im südostasiatischen Indonesien gab es ein heftiges Seebeben. Berichte über Opfer und Sachschäden liegen bislang nicht vor.

Vor der Ostküste Indonesiens hat es ein heftiges Seebeben gegeben. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke mit 7,3. Die nationale Erdbebenwarte löste zunächst eine Tsunami-Warnung für die umliegenden Inseln aus. Die hoben die Behörden hoben sie wenige Stunden später aber wieder auf. Berichte über Opfer oder Sachschäden gab es zunächst nicht. Der US-Erdbebenwarte zufolge gab es ein Nachbeben der Stärke 5,6.

Fernsehaufnahmen von schwankenden Häusern

Das erste Beben ereignete sich um 12.20 Uhr (Ortszeit), etwa 110 Kilometer nordwestlich der Insel Flores. Sein Zentrum lag laut indonesischer Behörden in rund zwölf Kilometern Tiefe, die USGS sprach von 18,5 Kilometern. Die Erdstöße waren nach Angaben des Leiters der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, Abdul Muhari, deutlich zu spüren. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Menschen aus schwankenden Häusern rannten und zu Fuß oder auf Motorrädern versuchten, die Küstenregionen zu verlassen.

Gebeutelte Region

Der Verwalter des Bezirkes Flores Timur, Anton Hayon, rief die Menschen auf, sich besonders im Norden von der Küste fernzuhalten. Dort habe es 1972 einen Tsunami gegeben. Dank einer erst vor Kurzem abgehaltenen Tsunami-Übung hätten die Einwohnerinnen und Einwohner auch gewusst, wie sie sich verhalten mussten.

Der südostasiatische Inselstaat Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort gibt es häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche. Besonders folgenschwer war ein Seebeben der Stärke 9 vor der Insel Sumatra, das an Weihnachten 2004 gewaltige Tsunamis auslöste. Insgesamt kamen etwa 230.000 Menschen ums Leben. Neben Indonesien waren damals vor allem Indien, Sri Lanka, Thailand und Malaysia betroffen.