Isaac Herzog | EPA

Olympia-Attentat von 1972 Herzog nimmt an Gedenkfeier teil

Stand: 01.09.2022 16:45 Uhr

Israels Präsident Herzog nimmt bei seinem Staatsbesuch in Deutschland nun doch an der Gedenkfeier zum Olympia-Attentat von 1972 teil. Gestern hatte es eine Einigung bei der Entschädigung für die Hinterbliebenen gegeben.

Der israelische Präsident Isaac Herzog hat seine Teilnahme an der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Münchner Olympia-Attentats zugesagt. Er werde bei der Feier am Montag in Fürstenfeldbruck dabei sein, teilte das Bundespräsidialamt mit.

Der Zusage war eine Einigung im Streit um Entschädigungszahlungen für die Hinterbliebenen des Attentats vorangegangen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Herzog hatten die Einigung noch am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßt.

"Mit dieser Einigung bekennt der deutsche Staat seine Verantwortung und erkennt das furchtbare Leid der Ermordeten und ihrer Angehörigen an, dessen wir kommende Woche gedenken wollen", erklärten die Präsidenten.

Ansprache im Bundestag

Herzog reist am Sonntag zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Der 61-Jährige komme auf Einladung seines deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier und werde von seiner Frau Michal begleitet, teilte Herzogs Büro mit.

Während seines Besuchs in Deutschland wird sich Herzog den Angaben zufolge auch mit Bundeskanzler Olaf Scholz treffen. Er wird auch eine Ansprache im Bundestag halten und das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen besuchen, wo am Sonntag eine Gedenkfeier zur Befreiung mit zahlreichen Überlebenden stattfindet.

Herzogs Vater war als Offizier der britischen Armee an der Befreiung des Lagers beteiligt. Der Präsident wird während seiner Visite von dem neuen israelischen Botschafter in Berlin, Ron Prosor, begleitet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. September 2022 um 00:00 Uhr.