Menschen stehen vor einer durch ein Erdbeben zerstörten Moschee im indonesischen Bezirk Pasaman | dpa

Indonesien Tote und Verletzte nach Beben auf Sumatra

Stand: 25.02.2022 17:52 Uhr

Am Morgen bebt plötzlich die Erde auf der indonesischen Insel Sumatra. Tausende müssen ihre Häuser verlassen. Einige Gebäude stürzen ein, es gibt Tote und Verletzte. Die Behörden warnen nun vor Erdrutschen.

Bei einem schweren Erdbeben sind auf der indonesischen Insel Sumatra mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen und viele verletzt worden. Das Beben der Stärke 6,2 ereignete sich am Freitagmorgen im Norden Sumatras in etwa zwölf Kilometer Tiefe, teilte die US-Erdbebenwarte mit. 5000 Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen, mehrere stürzten ein. Die meisten Verletzten stammen aus den Bezirken Pasaman und West-Pasaman, teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde mit.

Karte von Indonesien mit Pasaman

Auf Bildern aus der Stadt Pasaman, in der Nähe des Epizentrums, sind eingestürzte und beschädigte Häuser zu sehen. Ziegel liegen am Boden, in manchen Hauswänden klaffen Löcher. Einige Gebäude stehen zwar noch, sind aber von Rissen durchzogen und laut örtlicher Behörden einsturzgefährdet. Ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sagte, der Bürgermeister habe angeordnet, die oberen Etagen von Häusern zu räumen.

Ein Mann steht vor einem durch ein Erdbeben zerstörten Gebäude in der indonesischen Stadt Pasaman.  | dpa

Ein Mann steht vor einem durch ein Erdbeben zerstörten Haus in der indonesischen Stadt Pasaman. Bild: dpa

Erdrutschgefahr wegen durchgeweichter Hänge

Der indonesische Wetterdienst rief die Bewohner der Region auf, sich von Hängen fernzuhalten, da wegen der Regenzeit die Gefahr von Erdrutschen bestehe. Auch in Indonesiens Nachbarländern Singapur und Malaysia waren die Erschütterungen zu spüren. Die Gefahr eines Tsunamis bestand aber nicht.

Erdbebenzone am Pazifischen Feuerring

In Indonesien bebt immer wieder die Erde, der Inselstaat liegt am Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander treffen. Auch Vulkanausbrüche kommen immer wieder vor.

Bei einem sehr starken Seebeben zu Weihnachten 2004 waren 220.000 Menschen ums Leben gekommen, mit 170.000 die meisten von ihnen in Indonesien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2022 um 10:00 Uhr.