Ein indonesischer Soldat geht neben kaputten Häusern in dem Bezirk Bangli entlang. | AP

Indonesien Drei Tote bei Erdbeben in Bali

Stand: 16.10.2021 16:51 Uhr

Auf der indonesischen Insel Bali hat es ein Erdbeben der Stärke 4,8 gegeben. Drei Menschen kamen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung die Insel wieder für Touristen geöffnet.

Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Bali sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden schwer verletzt, wie die Behörden mitteilten. Nach Angaben der Zivilschutzbehörden stürzten bei dem Erdstoß der Stärke 4,8 in den Bezirken Karangasem und Bangli mehrere Häuser ein. Eine Fernstraße wurde von einem Erdrutsch blockiert.

"Wir haben die ganze Gegend abgesucht, und wir rechnen nicht damit, dass die Zahl der Toten weiter steigt", sagte der Chef des Zivilschutzes der Provinz, Gede Darmada. Zwei Menschen seien bei einem durch das Beben ausgelösten Erdrutsch im Bezirk Bangali getötet worden, ein weiterer in der Hafenstadt Karangasem.

Bali erst seit kurzem wieder für Touristen geöffnet

Das Zentrum des Bebens lag nordwestlich von Karangasem in einer Tiefe von zehn Kilometern. Die indonesische Regierung hatte am Donnerstag Bali wieder für Touristen aus 19 Ländern geöffnet. Die örtlichen Behörden erwarten aber erst im nächsten Monat wieder größere Besucherzahlen, da die ausländischen Fluggesellschaften vorher keine Slots beantragt hätten.

In Indonesien gibt es immer wieder heftige Erdbeben. Der südostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich mehrere Erdplatten treffen und die seismische Aktivität besonders hoch ist. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Erdbeben vor der Küste Sumatras eine Reihe von verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans ausgelöst. Insgesamt 220.000 Menschen starben, darunter 170.000 in Indonesien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. Oktober 2021 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.