Menschen stehen in Zhengzhou (China) auf einem Radlader, um eine überschwemmte Straße zu überqueren.

Überschwemmungen Zahl der Flutopfer in China steigt drastisch

Stand: 02.08.2021 14:15 Uhr

Bei den schweren Überschwemmungen in der zentralchinesischen Provinz Henan vor knapp zwei Wochen sind deutlich mehr Menschen gestorben als bislang bekannt. Die Behörden sprechen inzwischen von mindestens 300 Toten.

Die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen in der chinesischen Region Zhengzhou liegt mindestens dreimal höher als bislang bekannt. Wie die Behörden mitteilten, stieg die Zahl auf mindestens 300 an.

Demnach kamen mindestens 292 Menschen allein in Zhengzhou ums Leben, insgesamt acht starben zudem in den Nachbarstädten Xinxiang und Luohe. 50 Menschen wurden in der Provinz Henan, zu der diese Städte gehören, noch vermisst. 

Am Donnerstag hatte die offizielle Zahl noch bei 99 Opfern gelegen.

14 Tote in überfluteter U-Bahn

Laut den aktuellen Angaben kamen 189 Menschen direkt durch die Flut und Schlammlawinen ums Leben. 54 Menschen wurden in eingestürzten Häusern gefunden. 14 Menschen starben nach den offiziellen Angaben in der überfluteten U-Bahn. 

Statt Straßen reißende Flüsse

Bei den schwersten Regenfällen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren in der Neun-Millionen-Metropole Zhengzhou am 20. Juli in der Spitze innerhalb von nur einer Stunde rund 200 Millimeter Niederschlag gefallen. Mehrspurige Straßen hatten sich zum Teil in reißende Flüsse verwandelt. Die Wassermassen überschwemmten auch die U-Bahn, wo Hunderte Menschen in Zügen und in Tunneln eingeschlossen waren. 

Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle wurden vom Taifun "In-Fa" ausgelöst. Der Wirbelsturm sorgte auch in den Provinzen Zhejiang und Fujian für Unwetter. 

Autos stehen in Zhengzhou (China) auf einer überschwemmten Straße.

Autos in der Stadt Zhengzhou - mitgerissen von den Fluten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Juli 2021 um 12:00 Uhr.