Blick auf Chengdu in China | dpa

Chinas Null-Covid-Politik Metropole Chengdu verlängert Lockdown

Stand: 08.09.2022 08:50 Uhr

Eigentlich hätte der Lockdown der chinesischen Metropole Chengdu gestern enden sollen. Stattdessen verlängerte ihn die Stadtverwaltung. Die meisten der mehr als 20 Millionen Menschen müssen damit in ihren Wohnungen bleiben.

Die Behörden der chinesischen Metropole Chengdu haben den Corona-Lockdown verlängert. Die meisten der rund 21 Millionen Einwohner der Stadt in der südwestlichen Provinz Sichuan dürfen ihre Wohnungen damit weiterhin nicht verlassen.

Eigentlich hätte der Lockdown am Mittwoch enden sollen, doch stattdessen erklärte die Stadtverwaltung, die ganze Stadt werde ihren "Angriff in Richtung einer Null-Weiterverbreitung fortsetzen". Daher werde der vor einer Woche ausgerufene Lockdown um eine weitere Woche verlängert.

Zwischenzeitlich mehrere hundert Infektionen

Der Lockdown war verhängt worden, nachdem in Chengdu mehrere hundert Corona-Infektionen registriert worden waren. Nun hieß es, "die Früchte der Anti-Epidemie-Maßnahmen" der Stadt zeigten sich bereits - es bestehe jedoch in einigen Bereichen noch immer ein Ansteckungsrisiko.

Alle unter Lockdown stehenden Bewohner sollen daher weiterhin täglich einen Corona-Test machen. Pro Haushalt darf nur eine Person die Wohnung verlassen, um lebensnotwendige Einkäufe zu machen.

China hält an Null-Covid-Strategie fest

China verfolgt als weltweit einzige große Volkswirtschaft eine strikte Null-Covid-Strategie. Selbst bei nur wenigen Neuinfektionen werden Lockdowns, Massentests und strikte Quarantänen verfügt.

Die strengen Anti-Corona-Maßnahmen belasten auch die Wirtschaft, in Chengdu musste der schwedische Autobauer Volvo vergangene Woche  seine Produktion vorübergehend einstellen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. September 2022 um 09:00 Uhr.