Der Musiker ASAP Rocky bei einer Veranstaltung in New York. (September 2018) | Bildquelle: AFP

Wegen Körperverletzung ASAP Rocky in Schweden verurteilt

Stand: 14.08.2019 16:56 Uhr

Sein Fall hatte auch US-Präsident Trump auf den Plan gerufen - nun wurde der Rapper ASAP Rocky in Schweden wegen Körperverletzung verurteilt. Ins Gefängnis muss er aber nicht.

Der US-Rapper ASAP Rocky und zwei seiner Begleiter sind in Schweden wegen Körperverletzung verurteilt worden. Ins Gefängnis müssen sie dafür aber nicht, wie das Bezirksgericht Stockholm bekanntgab.

Hintergrund ist eine Straßenschlägerei, in die der 30-Jährige und seine Begleiter Ende Juni in Stockholm verwickelt waren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei einen jungen Mann geschlagen und getreten haben, als dieser am Boden lag. Die Darstellung der Angeklagten, es habe sich um Notwehr gehandelt, wies es zurück. Sie hätten sich "nicht in einer Lage befunden, in der ihnen Selbstverteidigung zustand".

Allerdings sei die Tat auch nicht so schwerwiegend gewesen, dass sie dafür ins Gefängnis müssten. Voraussetzung sei, das sie in Schweden nicht zu Wiederholungstätern würden. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate Gefängnis gefordert.

Das Opfer erhält Entschädigung. ASAP Rocky und zwei seiner Begleiter müssen dem Kläger insgesamt 12.500 schwedische Kronen (1200 Euro) Schadenersatz zahlen.

Trump gegen Schweden

In den USA hatte der Fall besondere Aufmerksamkeit erregt. Fans, Kollegen und Prominente bis hin zu US-Präsident Donald Trump forderten die Freilassung des Rappers, der mit bürgerlichem Namen Rakim Meyers heißt. Trump ging dabei auf Konfrontationskurs mit der schwedischen Regierung. Diese wies wiederholt auf die Unabhängigkeit der schwedischen Justiz hin.

Die drei Männer saßen vier Wochen lang in schwedischer Untersuchungshaft. Anfang August kamen die drei nach den Plädoyers von Anklage und Verteidigung schließlich frei.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. August 2019 um 16:00 Uhr.

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