Italienische Ermittler mit bei der Anti-Doping-Razzia gefundenen Mitteln | Bildquelle: EUROPOL/HANDOUT/EPA-EFE/REX

Anti-Doping-Razzia 463 Verfahren in Deutschland

Stand: 09.07.2019 15:28 Uhr

Nach der größten internationalen Anti-Doping-Razzia werden immer mehr Einzelheiten bekannt: In Deutschland wurden Hunderte Verfahren eingeleitet. Offenbar richten sich die Ermittlungen vor allem gegen Freizeitsportler.

Bei der größten internationalen Anti-Doping-Razzia in insgesamt 33 Ländern haben die Polizeifahnder auch in Deutschland zugeschlagen. 463 Verfahren seien eingeleitet worden, erklärte das Zollkriminalamt in Köln. Festnahmen habe es aber nicht gegeben.

Auch wenn man erst am Anfang der Erkenntnisse stehe, dürften sich die Ermittlungen vor allem gegen Freizeitsportler richten. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß", sagte die Sprecherin des Kölner Zollkriminalamtes, Ruth Haliti, der Deutschen Presse-Agentur.

234 Festnahmen bei internationaler Anti-Doping-Razzia
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.07.2019, Hajo Seppelt/Josef Opfermann, ARD Berlin

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234 Festnahmen

Bei der sogenannten "Operation Viribus" gingen europäische Sicherheitsbehörden in Europa, den USA und Kolumbien gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vor. Nach Europol-Angaben wurden rund 3,8 Millionen Dopingmittel und gefälschte Medikamente sichergestellt, neun Dopinglabore ausgehoben sowie tonnenweise Dopingpräparate beschlagnahmt.

17 organisierte Banden seien enttarnt und 839 Verfahren eingeleitet worden. Demnach wurden allein 24 Tonnen Steroidpulver sichergestellt. Die Substanzen würden sowohl online als auch in Fitnesscentern oder illegalen Läden verkauft.

Europol-Zentrale in Den Haag
galerie

Laut Europol fand die Aktion in 33 Ländern statt.

IOC begrüßt Razzia

An dem Einsatz unter Federführung der italienischen und griechischen Polizei war auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) beteiligt. An dem bislang "größten Einsatz dieser Art" hätten auch deutsche Ermittler mitgewirkt, teilte die europäische Polizeibehörde Europol mit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) begrüßte die Aktion und betonte in einer Stellungnahme: "Es ist entscheidend, die Händler und Produzenten ins Visier zu nehmen, die Doping im Sport ermöglichen und diese kriminelle Industrie vorantreiben."

1000 Anzeigen, mehr als 800 Strafverfahren

Im Rahmen der Razzia seien bei Sportveranstaltungen 1357 Urin- und Bluttests vorgenommen worden. Um welche Events es sich handelte und welche Sportler getestet wurden, blieb jedoch offen.

Für die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) ist die länderübergreifende Razzia ein beispielgebender Erfolg. "Die bisherigen Ermittlungsergebnisse von Europol zeigen, wie wichtig es ist, über Landesgrenzen hinweg zu ermitteln, um Doping-Netzwerke aufzudecken", hieß es in einer NADA-Mitteilung.

Fitnesswahn: Doping für den perfekten Körper
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.07.2019, Stella Peters/Lucie Kluth, NDR

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Gefährlich für Menschen und Tiere

"In den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Handel mit Anabolika dramatisch zugenommen", so Europol. Konsumenten seien vor allem "Fitnesscenter-Süchtige" sowie Bodybuilder. "Nicht-professionelle Athleten, Radsportler und Bodybuilder" würden Päckchen mit Steroiden in Asien oder Osteuropa besorgen und diese an Fitnesscenter liefern. Für Werbung und Verkauf würden zunehmend soziale Medien genutzt.

Betroffen seien aber auch Tiere: So würden Hormone genutzt, um Tierzucht zu intensivieren, Bauernhoftiere zu füttern oder etwa bei Pferderennen die Leistung zu steigern. Die Substanzen seien aber gefährlich für Menschen wie für Tiere, warnte Europol.

Europol gelingt Schlag gegen Doping
Ludger Kazmierczak, ARD Den Haag
09.07.2019 07:19 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Juli 2019 um 06:30 Uhr.

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