Zerstörte Moschee in Nigeria | Bildquelle: AP

Nigeria Tote bei Anschlag auf Moschee

Stand: 21.11.2017 11:01 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee im Nordosten Nigerias sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben bei der Explosion während des Morgengebets verletzt.

Bei einem Anschlag auf eine Moschee im Nordosten Nigerias sind laut Polizei mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen seien bei dem Anschlag in der Stadt Mubi im Bundesstaat Adamawa während des Morgengebets verletzt worden. "Wir versuchen noch, die Zahl der Verletzten zu klären, denn sie sind auf mehrere Krankenhäuser verteilt worden", sagte Polizeisprecher Othman Abubakar. Der regionale Koordinator des Katastrophenschutzes, Idris Garga, hatte zunächst von mindestens 20 Verletzten gesprochen.

Das Selbstmordattentat sei von einem Teenager im Ort Mubi im Bundesstaat Adamawa verübt worden, sagte Abubakar. Der Attentäter habe sich unter die Gläubigen gemischt und die Bombe gezündet, als die Menschen für das Morgengebet zusammenkamen.

Verdacht fällt auf Boko Haram

Zunächst reklamierte keine Gruppe die Tat für sich. Der Verdacht fiel jedoch auf Boko Haram, die islamistische Organisation, die in der Nachbarregion Borno aktiv ist und der Dutzende ähnliche Anschläge zur Last gelegt worden sind.

Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten sind im Nordosten Nigerias und angrenzenden Gebieten seit 2009 mindestens 20.000 Menschen getötet worden. Boko Haram will dort einen sogenannten Gottesstaat mit extrem strikter Anwendung des islamischen Rechts errichten. Zwei Millionen Menschen mussten infolge der Gewalt fliehen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. November 2017 um 10:00 Uhr.

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