Blick auf das us-amerikanische Außenministerium. | ARD-aktuell

Nach Tötung von Al-Kaida-Chef US-Außenministerium warnt vor Anschlägen

Stand: 03.08.2022 10:29 Uhr

Nach der Tötung des Al-Kaida-Chefs al-Sawahiri rechnet die US-Regierung mit Anschlägen der Terrororganisation. US-Bürger wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Es gebe ein "höheres Potenzial für anti-amerikanische Gewalt".

Das US-Außenministerium hat Amerikaner weltweit zu erhöhter Wachsamkeit vor Anschlägen aufgerufen. Nach der Tötung des Al-Kaida-Anführers Aiman al-Sawahiri durch einen US-Drohnenangriff könnten Anhänger von Al Kaida oder mit ihr verbundenen Terrororganisationen versuchen, amerikanische Einrichtungen, Personal oder Bürger anzugreifen, hieß es in einem Warnhinweis des Ministeriums. US-Bürger sollten bei Auslandsreisen deshalb ein "hohes Maß an Wachsamkeit" an den Tag legen.

Selbstmordanschläge, Morde oder Entführungen

Man sei nach wie vor besorgt über die anhaltende Bedrohung durch Terroranschläge, Demonstrationen und andere gewalttätige Aktionen gegen US-amerikanische Bürger und Interessen im Ausland. Nach dem Tod des Anführers des Terrornetzwerks Al Kaida gebe es "ein höheres Potenzial für anti-amerikanische Gewalt".

Terrororganisationen planten weiterhin Anschläge gegen US-Interessen in zahlreichen Regionen weltweit. Möglich seien Selbstmordanschläge, Morde, Entführungen und Bombenanschläge.

Wichtigster Schlag seit Bin-Laden-Tötung

Die USA hatten Al-Sawahiri nach eigenen Angaben am vergangenen Wochenende mit einem gezielten Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet. Der 71-Jährige war Nachfolger von Osama bin Laden, dem Kopf der Terroranschläge vom 11. September 2001 mit annähernd 3000 Toten in den USA. Nach Bin Ladens Tötung durch eine US-Spezialeinheit in Pakistan 2011 war Al-Sawahiri an die Spitze der Terrorgruppe aufgerückt. Es war der wichtigste Schlag gegen Al Kaida seit der Tötung von Bin Laden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. August 2022 um 12:00 Uhr.