Die "USS Firebolt" in Manama, Bahrain (Archiv) | AP

US-Marine im Persischen Golf Warnschüsse auf iranische Schnellboote

Stand: 28.04.2021 08:48 Uhr

Bis auf 62 Meter näherten sich drei iranische Schnellboote zwei US-Kriegsschiffen. Die US-Marine feuerte Warnschüsse ab und verteidigte im Anschluss ihr Vorgehen. Der Iran bestätigte den Zwischenfall zunächst nicht.

Im Persischen Golf hat ein Patrouillenboot der US-Marine Warnschüsse zur Abschreckung von iranischen Schnellbooten abgegeben. Wie die US-Marine mitteilte, gehörten die drei Militärboote zur iranischen Revolutionsgarde und hätten sich den beiden US-Booten "Firebolt" und "Baranoff" schnell und "mit unbekannter Absicht" bis auf 62 Meter genähert.  

Demnach warnten die amerikanischen Besatzungen die Schnellboote mehrfach per Funk und Lautsprecher. Als diese noch näher gekommen seien, habe die Besatzung der "USS Firebolt" Warnschüsse abgegeben. Die Schnellboote der Revolutionsgarde hätten sich daraufhin entfernt und in "sichere Distanz" zu den US-Schiffen begeben, teilte die US-Marine weiter mit.  

"Die USA sind kein Aggressor"

Die US-Marine verurteilte das Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden. Die beiden US-Schiffe seien am Montag in internationalen Gewässern bei einer Routineoperation unterwegs gewesen. "Die USA sind kein Aggressor", hieß es in der Mitteilung. Die Streitkräfte seien aber darauf trainiert, sich bei Bedarf effektiv zu verteidigen.  

Der Iran müsse "destabilisierende Aktivitäten" reduzieren

Die Konfrontationen im Persischen Golf ereigneten sich während der Wiener Gespräche über eine Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran. Unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump waren die USA im Jahr 2018 aus der Wiener Nuklearvereinbarung ausgetreten.  

Trumps Nachfolger Joe Biden hat die Bereitschaft signalisiert, sein Land zurück in das Abkommen zu führen. Im Februar betonte Biden aber, dass der Iran im Gegenzug seine "destabilisierenden Aktivitäten" im Nahen Osten und der Golfregion reduzieren müsse.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. April 2021 um 06:00 Uhr.