Roter Platz mit Basilius-Kathedrale und Kreml | AFP

Krieg gegen die Ukraine US-Sanktionen gegen Duma-Abgeordnete

Stand: 24.03.2022 15:16 Uhr

Die USA belegen mehr als 300 Abgeordnete der Duma mit Sanktionen. Auch Rüstungsunternehmen sind von den Strafen betroffen. Das kündigte das Weiße Haus an. Die Vereinigten Staaten wollen zudem 100.000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen.

Die USA verhängen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Sanktionen gegen mehr als 400 weitere Russen und russische Unternehmen. Das teilte das Weiße Haus anlässlich der Teilnahme von US-Präsident Joe Biden an Gipfeltreffen von NATO, G7 und EU in Brüssel mit.

Russische Goldreserven im Visier

Auf die Sanktionsliste werden 48 Rüstungsunternehmen, 328 Mitglieder der Duma und zahlreiche Bankenmanager gesetzt, kündigte der US-Regierungsvertreter an. Betroffen ist unter anderem der Chef der russischen Sberbank, Herman Gref, der laut US-Angaben schon seit den 1990er Jahren ein Berater von Kreml-Chef Wladimir Putin ist.

Das Weiße Haus erklärte zudem, die G7-Staaten und die EU wollten verhindern, dass die russische Zentralbank auf internationale Reserven einschließlich Gold zurückgreifen könne. Nach US-Angaben rufen die G7-Staaten auch dazu auf, die Rolle von Russland in internationalen Organisationen auf den Prüfstand zu stellen.

Eine Milliarde Dollar für humanitäre Hilfe

Die Vereinigten Staaten wollen überdies bis zu 100.000 Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen. Mehr als eine Milliarde US-Dollar sollen für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden, kündigte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter an. Mit dem Geld sollen demnach die Menschen in der Ukraine unterstützt werden und denjenigen geholfen werden, die von den globalen Auswirkungen des russischen Krieges betroffen sind.

Es sollen Nahrungsmittel, Unterkünfte, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und andere Formen der Hilfe finanziert werden. Mit weiteren 320 Millionen US-Dollar sollen Demokratie und Menschenrechte in der Ukraine und den Nachbarstaaten gestärkt werden.

Über dieses Thema berichtete NDR Info im Hörfunk am 24. März 2022 um 14:55 Uhr.