Ein Junge erhält eine Covid-19-Impfung in Florida. | picture alliance/dpa/SOPA Images

US-Arzneimittelbehörde FDA empfiehlt Booster für Kinder ab zwölf

Stand: 03.01.2022 17:26 Uhr

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Auffrischungen mit BioNTech ab einem Alter von zwölf Jahren erlaubt. Diese könnten bereits fünf Monate nach der letzten Immunisierung durchgeführt werden. Hintergrund ist die Sorge vor Omikron.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat grünes Licht für Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für Kinder ab zwölf Jahren gegeben. Dazu soll das Vakzin von BioNTech und Pfizer eingesetzt werden. Die bisherige Notfallzulassung für Booster wurde auf Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und einschließlich 15 Jahren ausgeweitet, teilte die FDA mit.

Die Behörde verkürzte zudem grundsätzlich den Zeitraum zwischen der zweiten Impfdosis mit dem BioNTech-Vakzin und der Auffrischung von bislang sechs auf fünf Monate. Außerdem erlaubte sie eine Drittimpfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit einem stark geschwächten Immunsystem, etwa wegen einer Organtransplantation.

Empfehlung fußt auf Daten aus Israel

Bislang waren in den USA Drittimpfungen mit dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens ab einem Alter von 16 Jahren erlaubt. Die geschäftsführende FDA-Chefin Janet Woodcock erklärte, die rapide Ausbreitung der Omikron-Variante mache es notwendig, "effektive und lebensrettende Präventivmaßnahmen wie Impfungen und Booster, Maskentragen und Abstandhalten zu ergreifen, um Covid-19 effektiv zu bekämpfen".

Einer der zuständigen Direktoren sagte, die Behörde spreche die Empfehlung vor allem deshalb aus, da eine Auffrischung einen besseren Schutz sowohl gegen die Delta- als auch die Omikron-Variante biete. Daten von Booster-Impfungen unter Kindern in Israel hätten gezeigt, dass es keine ernsthaften medizinischen Risiken gebe. Die Extradosis für Kinder sei auch dann unbedenklich, wenn sie bereits fünf Monate nach der Zweitimpfung verabreicht werde.

Omikron grassiert unter Kindern

Experten drängen schon länger darauf, dass jeder so früh wie möglich einen Booster bekommt, um sich vor Omikron zu schützen. Die Virusvariante verursacht zwar bisherigen Erkenntnissen zufolge mildere Krankheitsverläufe, ist aber höchstgradig ansteckend. Besonders unter Kindern schnellt die Zahl der Einweisungen in Krankenhäusern wegen Omikron in die Höhe. Viele sind nicht geimpft.

Nach der Empfehlung der FDA müssen noch die Zentren für Krankheitskontrolle und -vorbeugung (CDC) dem Schritt zustimmen. Eine Entscheidung wird noch in dieser Woche erwartet. Nach Angaben der CDC haben bislang etwa 13,5 Millionen Zwölf- bis 17-Jährige zwei Dosen des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer erhalten, etwas mehr als die Hälfte der Minderjährigen in dieser Altersgruppe.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Oktober 2021 um 06:27 Uhr.