Mehrere Paletten Impfstoff kommen am Flughafen von Nairobi in Kenia an. | AP

Corona-Pandemie USA spenden weitere 500 Millionen Vakzine

Stand: 22.09.2021 16:06 Uhr

Die USA wollen ihre Spende an Impfstoffdosen verdoppeln - auf gut eine Milliarde. US-Präsident Biden will die UN auf gemeinsames ein Ziel einstimmen: Bis in einem Jahr sollen 70 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die USA weitere 500 Millionen Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen. US-Präsident Joe Biden werde die Spende von einer halbe Milliarde Dosen des Corona-Vakzins von BioNTech und Pfizer bei einer Videokonferenz zur Corona-Pandemie am Rande der UN-Generaldebatte verkünden, teilten US-Regierungsvertreter vorab mit.

Erste Spende im Juni angekündigt

Damit erhöhen die Vereinigten Staaten ihre Zusagen auf insgesamt eine Milliarde Impfdosen. Sie hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Einheiten angekündigt.

Man habe bisher rund 160 Millionen dieser Dosen in etwa hundert Länder der Welt geliefert - darunter Peru, Pakistan, Sri Lanka oder Äthiopien. Täglich würden weitere Dosen verschickt. Man arbeite außerdem daran, die Produktionskapazitäten in den USA weiter auszubauen, wo auch die jetzt angekündigten weiteren 500 Dosen Millionen produziert werden sollen.

Biden will gemeinsames Ziel ausrufen

Die USA wollen den Informationen zufolge die zusätzlichen Impfdosen von den Herstellern Pfizer und BioNTech zu einem "nicht gewinnorientierten Preis" kaufen. Die Bereitstellung der zusätzlichen Impfdosen durch die USA werde kostenfrei und ohne Vorbedingungen erfolgen, betonte eine Regierungsvertreterin in Washington. "Wir beweisen, dass man sich nicht nur um sich selbst kümmern, sondern auch anderen helfen kann", hieß es weiter.

Bei der von den USA organisierten Videokonferenz will Biden nach Angaben der Regierungsvertreter die Staats- und Regierungschefs in aller Welt auf ein gemeinsames Impfziel einschwören: Bis September 2022 sollen demnach in jedem Land 70 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus immunisiert sein.

Zunächst Kritik an USA

Zu Beginn der Impfkampagnen war den USA vorgeworfen worden, die raren Vakzine für die eigene Bevölkerung zu horten. Mittlerweile sind die Vereinigten Staaten der größte Spender von Corona-Impfstoffen weltweit.

Auf Kritik stößt allerdings die Entscheidung der USA und anderer westlicher Länder, älteren Menschen und Risikogruppen eine dritte Impfdosis zur Auffrischung des Impfschutzes zu verabreichen.

Immer noch gibt es massive Unterschiede beim Fortschritt der Impfkampagnen. Während in Westeuropa im Schnitt mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, liegt die Impfquote bei den in Afrika in Frage kommenden Altersgruppen gerade einmal bei 3,6 Prozent.