US-Präsident Biden und Vize-Präsidentin Harris

Corona-Pandemie in den USA Billionenschweres Hilfspaket in Kraft

Stand: 11.03.2021 21:56 Uhr

Einen Tag früher als geplant hat US-Präsident Biden seine Unterschrift unter ein historisches Hilfspaket gesetzt: 1,9 Billionen Dollar sollen den Menschen und Unternehmen den Weg aus der Corona-Pandemie ebnen.

US-Präsident Joe Biden hat das vom Kongress verabschiedete billionenschwere Corona-Hilfspaket mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Der Präsident unterzeichnete den sogenannten Amerikanischen Rettungsplan mit einem Umfang von 1,9 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) im Weißen Haus.

Schecks für Bürgerinnen und Bürger

Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem Schecks in Höhe von 1400 Dollar für Millionen Bürger, Hilfen für Arbeitslose sowie Investitionen in Impfungen und Corona-Tests. Nach dem Senat hatte am Mittwoch das Repräsentantenhaus für das Gesetz gestimmt. Biden wollte den Text ursprünglich am Freitag unterzeichnen, zog dies nun aber um einen Tag vor.

Mit dem gewaltigen Rettungspaket will der Demokrat den Kampf gegen die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen verstärken und in Not geratenen Menschen und Unternehmen helfen.

Arbeitslosenhilfe wird verlängert

Allein die Schecks über 1400 Dollar für Millionen Bürgerinnen und Bürger schlagen mit insgesamt mehr als 400 Milliarden Dollar zu Buche. Außerdem werden zusätzliche Arbeitslosenhilfen in Höhe von wöchentlich 300 Dollar bis September verlängert und Steuernachlässe für Familien mit Kindern und Geringverdiener ausgeweitet.

Vorgesehen sind zudem Milliarden für Corona-Impfungen und Corona-Tests, eine sichere Wiederöffnung von Schulen sowie für in die Krise geratene Betriebe. Städte und Bundesstaaten sollen 350 Milliarden Dollar erhalten, damit sie die Auswirkungen der Corona-Pandemie schultern können.

Im Kampf gegen die Pandemie hatten die USA bereits im vergangenen Jahr mehrere gewaltige Hilfspakete aufgelegt. Das umfangreichste hatte ein Volumen von 2,2 Billionen Dollar und war damit das größte Hilfspaket in der US-Geschichte. Die oppositionellen Republikaner haben die jüngsten Hilfen als zu kostspielig und nicht ausreichend zielgerichtet kritisiert.

530.000 Tote

In den USA sind bereits rund 530.000 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle aber deutlich zurückgegangen. Außerdem macht die landesweite Impfkampagne schnelle Fortschritte.

Biden wollte sich am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache zum Coronavirus an die Nation wenden. Anlass ist der erste Jahrestag der Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. März 2021 um 21:00 Uhr in den Nachrichten.