Im amerikanischen Foxborough zieht eine medizinische Angestellte eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf. | AP

Drittimpfung gegen Coronavirus FDA lässt weitere Booster-Vakzine zu

Stand: 21.10.2021 07:29 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie lässt die US-Arzneimittelbehörde FDA auch die Wirkstoffe von Moderna und Johnson&Johnson für Drittimpfungen zu. Zudem kann der Impfschutz mit variierenden Vakzinen aufgefrischt werden.

Nach dem Impfstoff der Hersteller BioNTech und Pfizer hat die US-Arzneimittelbehörde FDA nun auch die Vakzine von Moderna und Johnson&Johnson für Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 zugelassen.

Impfungen böten nach wie vor den "sichersten und wirksamsten" Schutz vor einer Erkrankung durch den Erreger mit schwerem oder gar tödlichem Verlauf, betonte die geschäftsführende FDA-Direktorin Janet Woodcock. Mithilfe der sogenannten Booster-Impfungen solle die Pandemie weiterhin "proaktiv" bekämpft werden.

Drittimpfung mit Johnson&Johnson deutlich früher

Die US-Behörde empfiehlt, Menschen ab 65 Jahren eine dritte Dosis des Moderna-Vakzins zu verabreichen. Gleiches gilt für Menschen mit einem erhöhten Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes. Hier rät die FDA bereits ab dem Alter von 18 Jahren zur Auffrischungsimpfung. Die Empfehlung gilt zudem für Beschäftigte in Berufen mit einem erhöhten Infektionsrisiko. Eine Booster-Impfung mit Moderna soll frühestens sechs Monate erfolgen, nachdem die Betroffenen die zweite für eine vollständige Impfung notwendige Impfdosis erhalten haben.

Eine dritte Impfung mit dem Mittel von Johnson&Johnson empfiehlt die FDA für alle Erwachsenen ab 18 Jahren. Die Auffrischung des Impfschutzes kann aus Sicht der FDA bereits zwei Monate nach der vollständigen Impfung erfolgen.

Bislang war in den USA nur das Vakzin von BioNTech und Pfizer für Drittimpfungen zugelassen. Hier hatte die FDA bereits im September grünes Licht gegeben.

Zustimmung zu Kreuzimpfungen

Neben den Auffrischungsimpfungen mit weiteren Vakzinen lässt die FDA nun auch sogenannte Kreuzimpfungen zu. Dadurch kann bei einer Booster-Impfung auch ein anderer Impfstoff verabreicht werden als bei den ersten beiden Dosen beziehungsweise als bei der einmaligen Erstimpfung mit Johnson&Johnson. Nach der Zulassung durch die FDA muss die US-Gesundheitsbehörde CDC jetzt noch entsprechende Impfempfehlungen veröffentlichen, was voraussichtlich bereits im Laufe des Tages geschehen soll.

In den USA sind inzwischen mehr als 189 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht etwa 57 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Oktober 2021 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.