Ein Baum liegt auf einer Straße in Hanover County, Virginia | AP

Unwetter in den USA Heftiger Schneesturm trifft Ostküste

Stand: 04.01.2022 07:51 Uhr

Ein heftiger Schneesturm hat mehrere Regionen an der US-Ostküste getroffen und dort das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. In Washington fielen mehr als 20 Zentimeter Neuschnee. Im Bundesstaat Virginia sind 400.000 Haushalte ohne Strom.

Ein Wintersturm hat an der Ostküste der USA zu massiven Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Besonders schwer betroffen sind die Hauptstadt Washington und die angrenzenden Bundesstaaten Virginia und Maryland.

Virginia: Rund 400.000 Haushalte ohne Strom

Das Unwetter führte zu einem massiven Stromausfall im Bundesstaat Virginia. Etwa 400.000 Haushalte sind betroffen. Das örtliche Unternehmen Dominion warnte Kunden, in manchen Gebieten könne es "mehrere Tage" dauern, bis die Stromversorgung wieder hergestellt sei. Wegen des schweren, feuchten Schnees könnten Bäume umstürzen und Äste abbrechen, warnte Dominion.

Im Bundesstaat Maryland waren 67.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen. Bäume kippten unter der Schneelast um und stürzten auf Stromleitungen. 

Viel Schnee in Washington

In der US-Hauptstadt Washington fielen am Montag 23 Zentimeter Schnee. Der Busverkehr wurde eingestellt. Schulen, Bundesbehörden und Corona-Testzentren blieben geschlossen. In der Stadt waren kaum Autos unterwegs. Nebenstraßen waren auch Stunden nach dem letzten Schneefall noch ungeräumt.

An den Flughäfen der Hauptstadt fielen zahlreiche Flüge aus. Am Inlands-Flughafen Ronald Reagan wurden nach Angaben der Website Flightaware.com mehr als 230 Flüge und damit mehr als die Hälfte aller geplanter Verbindungen gestrichen. Landesweit wurden am Montag in den USA mehr als 2360 Flüge gestrichen.

Im US-Flugverkehr herrscht schon seit Tagen Chaos. Das liegt neben dem schlechten Wetter an vielen Orten auch an der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Viele Fluggesellschaften plagen derzeit Personalprobleme, weil sich Mitarbeiter wegen einer Corona-Infektion oder Kontakt zu Infizierten in Quarantäne befinden.

Keine Starterlaubnis für Biden

Auch Präsident Joe Biden war von dem Wintersturm betroffen. Wegen heftigen Schneefalls konnte die Präsidentenmaschine Air Force One zunächst nicht abheben. Biden, der von einigen Urlaubstagen in seinem Heimatstaat Delaware zurückkehrte, musste eine halbe Stunde in der Maschine ne auf der Luftwaffenbasis Andrews nahe Washington ausharren, bis dort die dichte Schneedecke weggeräumt worden war.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Januar 2022 um 07:00 Uhr.