Filmbiografie "Mank" | AP

Zehn Nominierungen Filmbiografie "Mank" ist Oscar-Favorit

Stand: 15.03.2021 16:21 Uhr

In Los Angeles sind die Nominierungen für die diesjährigen Oscars verkündet worden. Die Filmbiografie "Mank" und das Road-Movie "Nomadland" sind für den besten Film nominiert. Auch Produktionen mit deutscher Beteiligung dürfen sich Hoffnungen machen.

Mit zehn Nominierungen ist die Filmbiografie "Mank" der diesjährige Oscar-Favorit. Das Werk von Regisseur David Fincher ist unter anderem als bester Film sowie für die beste Regie und die beste Musik nominiert, wie die Oscar-Akademie in Los Angeles bekanntgab. Außerdem wurde Gary Oldman für seine Rolle in dem Film als bester Hauptdarsteller nominiert, Amanda Seyfried als beste Nebendarstellerin.

Dahinter reihen sich sechs Filme mit jeweils sechs Nominierungen: "The Father", das Drama "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" über eine koreanisch-amerikanische Familie, die Filmbiografie "Judas and the Black Messiah", das Road-Movie "Nomadland", "Sound of Metal" und der Gerichts-Thriller "The Trial of the Chicago 7". Hollywoods höchste Auszeichnungen sollen am 25. April verliehen werden.

Verstorbener Schauspieler Boseman posthum nominiert

Auf einen Preis als beste Hauptdarstellerin können Viola Davis ("Ma Rainey’s Black Bottom"), Andra Day ("The United States vs. Billie Holiday"), Vanessa Kirby ("Pieces of a Woman"), Frances McDormand ("Nomadland") und Carey Mulligan ("Promising Young Woman") hoffen.

In der Kategorie für den besten Hauptdarsteller sind neben Oldman für "Mank" noch Riz Ahmed für "Sound of Metal", Anthony Hopkins für "The Father", Steven Yeun für "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" sowie der im vorigen August an Krebs gestorbene "Black Panther"-Star Chadwick Boseman posthum für "Ma Rainey’s Black Bottom" nominiert.

Mit Spannung waren auch die Nominierungen für die beste Regie erwartet worden. Dort können sich nun Thomas Vinterberg mit "Der Rausch", David Fincher mit "Mank", Lee Isaac Chung mit "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen" sowie die beiden Regisseurinnen Emerald Fennell mit "Promising Young Woman" und Chloé Zhao mit "Nomadland" Hoffnungen machen.

Auch Filme mit deutscher Beteiligung unter den Favoriten

Filme mit deutscher Beteiligung haben in der Oscar-Nacht ebenfalls Chancen auf eine Auszeichnung. In der Kategorie für den besten internationalen Spielfilm, dem sogenannten Auslands-Oscar, sind gleich zwei dieser Werke nominiert: Das Drama "Quo Vadis, Aida?" der in Berlin lebenden Regisseurin Jasmila Žbanić sowie die Dokumentation "Kollektiv - Korruption tötet". Žbanić' Film geht für Bosnien-Herzegowina ins Oscar-Rennen, "Kollektiv - Korruption tötet" für Rumänien. "Kollektiv", an dem der MDR beteiligt war, ist außerdem nominiert in der Sparte als beste Dokumentation.

Wegen der Pandemie setzte die Filmakademie ihre Regeln aus, die eigentlich eine Aufführung der Kandidatenfilme in Kinos vorschreiben. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars verleiht, und der Sender ABC, der die pandemiebedingt um zwei Monate auf den 25. April verschobene Zeremonie aus Los Angeles überträgt, hoffen auf eine große Strahlkraft der Nominierten. Denn das Interesse an den kleinen goldenen Statuen hat während der Corona-Krise deutlich nachgelassen. Die Zuschauerzahl bei der weitgehend virtuellen Verleihung der Golden Globes im Februar sank um 64 Prozent auf 6,9 Millionen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 15. März 2021 um 15:44 Uhr.