Playa Salinas in Puerto Rico ist nach dem Hurrikan "Fiona" überflutet. | AP

Karibik Mindestens fünf Tote durch Hurrikan

Stand: 21.09.2022 11:32 Uhr

In Guadeloupe, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik starben durch den Hurrikan "Fiona" mindestens fünf Menschen. Hunderttausende Menschen sind ohne Strom. Jetzt ist der Sturm noch stärker geworden.

Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan "Fiona" in der Karibik ist auf mindestens fünf gestiegen. Ein Mensch starb im französischen Überseegebiet Guadeloupe, zwei in Puerto Rico und zwei in der Dominikanischen Republik.

Das US-Hurrikan-Zentrum (NHC) hat den Sturm um eine Stufe angehoben: "Fiona" gilt nun als Hurrikan der Stufe vier von fünf möglichen Kategorien - mit Geschwindigkeiten von bis zu 210 km/h. Gestern Abend zog der Hurrikan noch mit einer Stufe weniger, mit Stufe drei, über die Turks- und Caicosinseln und brachte heftigen Regen.

"Fiona" habe sich als "unberechenbarer Sturm" erwiesen, sagte der stellvertretende Gouverneur der Turks- und Caicosinseln. Dort kam es zu Stromausfällen und 165 Menschen mussten in Notunterkünfte gebracht werden.

Bis zur Hüfte im Wasser

In der Dominikanischen Republik wurden mehr als 10.000 Menschen in "sichere Gegenden" gebracht. 400.000 hatten keinen Strom. Aufnahmen örtlicher Medien zeigten Bewohner der Stadt Higuey, die bis zur Hüfte in Wasser standen und versuchten, ihren Besitz zu retten.

Verheerender Hurrikan vor fünf Jahren

Puerto Ricos Gouverneur Pedro Pierluisi sagte, "Fiona" habe katastrophale Schäden auf der Insel angerichtet. Der Hurrikan habe Erdrutsche verursacht, Straßen blockiert, Bäume entwurzelt, Stromleitungen und Brücken zerstört. 80 Prozent der Menschen in Puerto Rico hätten weiterhin keinen Strom, sagte Michelle Carlo von der Hilfsorganisation Direct Relief dem US-Fernsehsender CBS.

Bis heute haben sich Teile des Gebietes nicht von dem verheerenden Hurrikan "Maria" vor fünf Jahren erholt. Tausende Menschen waren dabei gestorben. "Maria" zerstörte das Stromnetz der Insel komplett. Mehrere Versuche, das Problem durch Privatisierung in den Griff zu bekommen, schlugen fehl. Erst im April fiel die Stromversorgung für mehr als eine Million Menschen erneut aus.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. September 2022 um 12:00 Uhr.