"General Sherman" im Sequoia National Park | EPA

Feuer bedroht Mammutbaum "General Sherman" in Gefahr

Stand: 18.09.2021 11:50 Uhr

Der "General Sherman" ist der mächtigste Sequoia-Mammutbaum der Welt. Er soll 1900 bis 2500 Jahre alt sein - und ist jetzt durch die Waldbrände in Kalifornien gefährdet. Löschdecken sollen ihn vor dem Feuer schützen.

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Normalerweise ist der Star des Sequoia National Parks in Kalifornien immer von Touristen umgeben. Rund zwei Millionen Menschen kommen jährlich in den Park, um "General Sherman" zu sehen, den wohl dicksten, höchsten Sequoia der Welt. Der mehr als 80 Meter hohe Baum mit der rotbraunen dicken Rinde soll um die 2000 Jahre alt sein. Doch nun sind die Straßen gesperrt, Touristen müssen draußen bleiben - ein Feuer wütet in der Nähe.

Katharina Wilhelm ARD-Studio Los Angeles

Und auch der nach einem Leutnant des Amerikanischen Bürgerkriegs benannte Sherman-Baum durch einen Waldbrand gefährdet. "Diese Bäume sind Feuer gewohnt, aber nicht in dieser Intensität, wir wollen sie beschützen, genauso wie die historischen Hütten im Nationalpark", erklärt Feuerwehrmann Steven Bekkerus im Lokalfernsehen.

Waldbrand im Sequoia National Park | EPA

Der Waldbrand im Sequoia National Park bedroht die historischen Baumbestände. Bild: EPA

Decken gegen das Feuer

Mit Hubschraubern versuchen die Brandbekämpfer in das bergige, unwegsame Gelände vorzudringen und zu löschen. Die Einsatzkräfte haben nun Aluminiumdecken um den Baum gewickelt, dessen Durchmesser acht Meter beträgt. So soll der Stamm wenigstens etwas geschützt werden.

Eigentlich überstehen Sequoias leichtere Brände in der Regel gut, ihre dicke weiche Rinde schützt sie, erklärt Sequoia-Experte Nate Stevenson: "Sie sind unglaublich feuerresistent bei normalen Waldbränden. Die Rinde hält das Feuer vom Holz fern. Doch in den letzten Jahren sehen wir, dass mehr Sequoias sterben, weil die Brände immer intensiver brennen."

Warum die Hunderte Jahre alten Bäume empfindlicher geworden sind, wird untersucht. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sie oft von Insekten befallen werden, das sei zuvor nie beobachtet worden. Man vermutet, dass die insgesamt wärmeren Erdtemperaturen eine Rolle spielen.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 18. September 2021 um 10:22 Uhr.