José María Figueres | AFP

Wahl in Costa Rica Ex-Präsident Figueres liegt vorne

Stand: 07.02.2022 08:15 Uhr

Bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica liegt der frühere Präsident des Landes, Figueres, vorne. Er wird aber wohl nicht die erforderlichen 40 Prozent erreichen. Damit dürfte es im April eine Stichwahl geben.

Nach der Präsidentenwahl in Costa Rica zeichnet sich kein klarer Sieger ab - es könnte zu einer Stichwahl am 3. April kommen. Nach ersten Ergebnissen nach Auszählung in etwas mehr als der Hälfte der Wahllokale wäre dann voraussichtlich der Ex-Präsident José María Figueres einer der beiden Kandidaten. Der Sozialdemokrat kam auf rund 28 Prozent der Stimmen.

Knappes Rennen um zweiten Platz

Ex-Finanzminister Rodrigo Chaves von der Zentrumspartei PSD und der evangelikale Prediger Fabricio Alvarado von der rechten Partei Neue Republik lagen mit jeweils etwa 16 Prozent eng beieinander. Der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen würde in der Stichwahl gegen Figueres antreten. Um eine Stichwahl zu vermeiden, müsste ein Kandidat auf mindestens 40 Prozent der Stimmen kommen.

Direkte Wiederwahl nicht erlaubt

Der amtierende Staatschef, der Sozialdemokrat Carlos Alvarado, hatte in den vergangenen Jahren wegen der durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen wirtschaftlichen Probleme sowie Korruptionsskandalen massiv an Zustimmung verloren.

Die Verfassung des mittelamerikanischen Landes verbietet eine direkte Wiederwahl des Präsidenten. Alvarado konnte daher nicht für eine zweite vierjährige Amtszeit kandidieren. Figueres war von 1994 bis 1998 Präsident des Landes.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Februar 2022 um 08:00 Uhr.