Personal in einer Intensivstation im United Memorial Medical Center (UMMC) in Houston, Texas (Archivbild vom 10. November 2020) | AFP

Corona in den USA Intensivbetten werden wieder knapp

Stand: 10.08.2021 10:11 Uhr

In den USA grassiert die Delta-Variante, pro Tag gibt es wieder rund 100.000 Neuansteckungen. In Texas sollen nun Operationen verschoben werden, in Arkansas werden die Intensivbetten knapp. In beiden Staaten sind die Impfquoten eher niedrig.

Angesichts der jüngsten Corona-Welle hat der US-Bundesstaat Texas alle Krankenhäuser gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben. Damit solle sichergestellt werden, dass alle Covid-Patienten adäquat versorgt werden könnten, erklärte Gouverneur Greg Abbott in einem Schreiben an den Krankenhausverband.

Das Gesundheitsministerium werde sich zudem bemühen, für die Versorgung der Corona-Patienten medizinisches Personal aus anderen Bundesstaaten zu gewinnen, hieß es. Auch soll der Katastrophenschutz wieder Infusionszentren eröffnen, in denen Patienten Blutplasma-Behandlungen bekommen können.

Ein Bautrupp arbeitet vor dem Lyndon B. Johnson Hospital an der Aufstellung von Zelten, Houston/Texas. | AP

Vor dem Lyndon B. Johnson Hospital in Houston (Texas) werden vorsorglich Zelte für die Versorgung von Covid-Patienten aufgestellt. Bild: AP

Gouverneur hatte Maskenpflicht für illegal erklärt

Die Lage in Texas hat sich aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus deutlich zugespitzt. In dem Bundesstaat mit 29 Millionen Einwohnern wurden zuletzt im Schnitt pro Tag rund 12.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie Daten der Behörden zeigen. Derzeit werden demnach rund 9000 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt.

Der Republikaner Abbott hatte Corona-Auflagen wie eine Maskenpflicht in dem Staat per Verfügung für illegal erklärt. In Texas sind derzeit nur rund 44 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, landesweit liegt die Impfquote bei 50 Prozent.

Nur noch acht Intensivbetten in Arkansas

Auch in anderen US-Bundesstaaten, wo die Impfraten besonders niedrig sind, wie Alabama, Arkansas und Florida haben die Krankenhauseinweisungen vornehmlich ungeimpfter Covid-Patienten deutlich zugenommen.

Der Gouverneur von Arkansas, der Republikaner Asa Hutchinson, warnte über Twitter, im ganzen Bundesstaat seien momentan nur noch acht Betten auf der Intensivstation frei. Inzwischen würden so viele Covid-Patienten im Krankenhaus behandelt wie noch nie zuvor während der Pandemie. Von den 1376 Patienten seien 286 an ein Beatmungsgerät angeschlossen. "Impfungen reduzieren Krankenhausaufenthalte", schrieb er weiter.

Wieder rund 100.000 Neuinfektionen pro Tag

Die US-Behörden melden inzwischen im Durchschnitt wieder rund 100.000 Neuinfektionen pro Tag. Im Juni, bevor sich die Delta-Variante durchgesetzt hatte, waren es zeitweise nur rund 10.000 pro Tag. Täglich sterben im Schnitt mehr als 450 Menschen nach einer Corona-Infektion, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC zeigen.

Impfpflicht für US-Soldaten

Am Montag hatte das US-Verteidigungsministerium beschlossen, ab Mitte September Corona-Impfungen für alle Soldaten zur Pflicht zu machen. Auch immer mehr US-Unternehmen schreiben ihren Mitarbeitenden vor, sich impfen zu lassen.

Mit Informationen von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Über dieses Thema berichtete B24 Aktuell am 10. August 2021 um 06:32 Uhr.

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Moderation 10.08.2021 • 14:32 Uhr

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