Rettungskräfte suchen den Furnas-See in Brasilien nach Opfern ab  | via REUTERS

Unglück in Brasilien Felswand stürzt auf Touristenboote

Stand: 09.01.2022 22:28 Uhr

Zahlreiche Touristen waren auf dem beliebten Furnas-See im Süden Brasilien unterwegs. Dann löste sich eine Felswand und kippte auf mehrere Ausflugsboote. Zehn Menschen kamen ums Leben.

Eine herabstürzende Felswand hat im Südosten Brasiliens Dutzende Touristen auf einem See unter sich begraben. Mindestens zehn Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr im Bundesstaat Minas Gervais verletzt.

32 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, als tonnenschwere Gesteinsbrocken am Furnas-See auf drei Boote mit Besuchern stürzten. Neun von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Feuerwehr mitteilte, die zusammen mit einer militärischen Tauchereinheit vor Ort war.

Auf dramatischen Aufnahmen, die in Online-Netzwerken geteilt wurden, war der Moment zu sehen, in dem sich die Felsmasse löste und auf die Boote fiel.

Weitere Videos zeigten, wie Menschen kurz vor dem Unglück andere vor herunterfallenden Steinen warnten und die Insassen der Boote aufforderten, sich von der Felswand zu entfernen. 

Regenfälle lösten offenbar Felssturz aus

"Wir erleben in unserem Bundesstaat heute eine Tragödie, ausgelöst von den schweren Regenfällen, durch die sich eine Felswand am Furnas-See in Capitólio löste", schrieb der Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, auf Twitter. In dem Bundesstaat hatte es zuletzt wie im angrenzenden Bahia teilweise heftig geregnet.

Marine kündigt Untersuchung an

Die brasilianische Marine, die sich auch an der Rettungsaktion beteiligte, kündigte an, eine Untersuchung einzuleiten, um die Ursachen für das Unglück zu ermitteln.

Der Furnas-See, rund 400 Kilometer nördlich von São Paulo entfernt, gilt wegen seines grün leuchtenden Wassers und seiner spektakulären Felswände als Touristenmagnet. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Januar 2022 um 04:42 Uhr.

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KOMMENTARE

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Jan Petersen 09.01.2022 • 14:47 Uhr

@Am 09. Januar 2022 - 13:56 Uhr von Sisyphos3

jetzt ist der Klimawandel auch noch Schuld daran, also ich mit meiner ersten Südamerikareise, vor mehr als 35 Jahren , dass sich die Felswand löste _____ ja. Sie und ich (und noch ein paar mehr) haben einen klimatisch schlechteren Lebenswandel hinter uns, als unsere Vorfahren vor 200 Jahren. Wir haben alle zuviel fossile Brennstoffe verbraucht, sei es beim Heizen, im Flieger, auf Schiffen oder im Straßenverkehr. Selbst ich, der nicht wirklich gerne fliegt, brauchte zwei Flüge, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Wir haben Tropenholz verbaut und wir fressen Palmöl-Produkte (meistens als Nuß-Nougat-Creme) für die der Regenwald abgeholzt wird. Ja, auch in Brasilien wird es mehr Regen durch den Klimawandel geben und ja, das ist das Blöde an einer globalen Geschichte, wir haben Mitschuld daran Der berühmte Fingerzeig auf die bösen Anderen hilft hier nicht - vor 35 Jahren konnten gerade mal ca. 100 Chinesen reisen, damals waren wir Reise-Deutschen/Flußvergifter die schlimmeren Umweltsäue