Ein dunkle Straße mit Wohnhäusern in Argyle im US-Bundesstaat Texas |

Blackout in den USA Immer noch Hunderttausende ohne Strom

Stand: 18.02.2021 13:58 Uhr

Im Süden der USA sind immer noch Hunderttausende Menschen ohne Strom. Grund ist das außergewöhnliche Winterwetter, das eisige Temperaturen bis an den Golf von Mexiko bringt.

Nach den schweren Winterstürmen in den USA sind immer noch viele Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Daten der Webseite "poweroutage.us" waren es in Texas mehr als 560.000 Haushalte.

Besonders betroffen von Stromausfällen waren demnach außerdem die Nachbarstaaten Mississippi und Louisiana im Süden des Landes, wo jeweils 170.000 beziehungsweise 115.000 Menschen ohne Strom waren. Auch im Staat Oregon im Nordwesten müssen Tausende Haushalte ohne Energie auskommen.

Mehrere Tote

Am Mittwoch hatten in Texas noch gut drei Millionen Haushalte im Dunkeln gesessen. In Houston warnte die Polizei am Donnerstagmorgen vor Ampelausfällen. Nach einem Bericht des Senders CNN sind in den USA bereits mindestens 37 Menschen infolge des Winterwetters ums Leben gekommen, andere Medien nannten niedrigere Totenzahlen.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat den unter kältebedingten Stromausfällen leidenden Menschen ihre Anteilnahme ausgesprochen. Sie hoffe, dass jede erdenkliche Hilfe durch Notfallanordnungen organisiert werden könne und die Unterstützung des Bundes bei den Betroffenen ankomme.

Kritik an Netzbetreiber

Die Wetterwarnungen reichen von Texas bis nach Neuengland im Nordosten der USA. In den betroffenen Gebieten lebten mehr als 100 Millionen Menschen. Die "Washington Post" berichtete, dass in mehreren Städten in Texas auch die Wasserversorgung unterbrochen war.

Heftige Kritik regte sich in Texas am Netzbetreiber ERCOT. Gouverneur Greg Abbott forderte laut "Washington Post" den Rücktritt von dessen Führungsmannschaft. Auch für heute wurden in Texas eisige Temperaturen vorhergesagt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Februar 2021 um 12:00 Uhr.