Joe Biden | AP

9/11-Gedenken Biden ruft die USA zur Einheit auf

Stand: 11.09.2021 08:18 Uhr

In einer Videobotschaft zum 20. Jahrestag der Terroranschläge von 9/11 hat US-Präsident Biden die USA zur Einheit aufgerufen. Im ganzen Land wird heute an die Angriffe erinnert. Biden wird an den Anschlagsorten erwartet.

In einer Videobotschaft zum 20. Jahrestag der Terroranschläge in New York und Washington hat US-Präsident Joe Biden das Land zur Einheit aufgerufen. "Das ist für mich die zentrale Lektion von 9/11. Wenn wir am verletzlichsten sind (...), ist Einheit unsere größte Stärke", sagte Biden. 

Dies bedeute nicht, "dass wir alle dasselbe glauben müssen, aber es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig respektieren und aneinander glauben", sagte der demokratische Präsident in der rund sechsminütigen Botschaft, die im Weißen Haus aufgezeichnet wurde.

Biden besucht Anschlagsorte

Die USA begehen heute mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen den Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001. In New York werden am früheren Standort des World Trade Centers bei einer Zeremonie die Namen der fast 3000 Anschlagsopfer verlesen. Biden und seine Frau Jill werden im Verlauf des Tages alle Anschlagsorte von 9/11 besuchen.

Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida hatten vor 20 Jahren drei entführte Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers und in das US-Verteidigungsministerium vor den Toren der Hauptstadt Washington geflogen. Eine vierte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab, nachdem Passagiere sich gegen die Entführer aufgelehnt hatten. Die schlimmsten Anschläge der US-Geschichte erschütterten die Weltmacht schwer, der damalige republikanische Präsident George W. Bush rief in der Folge den "Krieg gegen den Terrorismus" aus.

Gedenken im ganzen Land

Neben den offiziellen Gedenkfeiern gibt es heute im ganzen Land Trauergottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Schweigeminuten im Gedenken an die Anschläge und die Tausenden Todesopfer. So wollen beispielsweise die Musiker der New Yorker Metropolitan Oper am Abend zum Gedenken an die Toten das "Requiem" von Giuseppe Verdi aufführen.

Außerdem sollen zahlreiche bekannte Gebäude in der Millionenmetropole blau angestrahlt werden, unter anderem das Empire State Building. Dort, wo einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, ragen für einige Nächte zwei blaue Lichtsäulen aus dem Boden empor. Die Polizeipräsenz in New York soll zum Jahrestag der Anschläge erhöht werden.

Erinnerungen an "außergewöhnliche Solidarität"

"Heute gedenken wir eines dunklen Tages, der sich in die Köpfe von Millionen Menschen weltweit eingebrannt hat", sagte UN-Generalsekretär António Guterres laut Mitteilung. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Familien, bei den Überlebenden und den Einsatzkräften, die damals zur Hilfe kamen. "Heute stehen wir in Solidarität mit den Menschen in New York, den USA und allen Opfern von Terrorismus weltweit."

Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats hatten im Vorfeld des Jahrestages die Gedenkstätte für die Opfer in New York besucht. US-Außenminister Antony Blinken erinnerte am Freitag an die "außergewöhnliche Solidarität" der Menschen weltweit nach den Terroranschlägen vor 20 Jahren. "Sie versammelten sich vor unseren Botschaften und Konsulaten, beteten, sangen und weinten. Sie hinterließen handgeschriebene Notizen, Blumen, Kerzen, Zeichnungen und Erinnerungsstücke", sagte Blinken.

Unter den Hunderten Briefen vor der Berliner Botschaft habe zum Beispiel ein handgeschriebener Zettel gelegen, so Blinken weiter. Darauf habe gestanden: "Kennedy sagte: 'Ich bin ein Berliner.' Wir sagen: 'Wir sind Amerikaner.'"

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. September 2021 um 21:45 Uhr und BR24 am 11. September 2021 u.a. um 06:01 Uhr.

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Moderation 11.09.2021 • 14:19 Uhr

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