Chemieunfall in Ungarn Giftschlamm tötet mindestens vier Menschen

Stand: 05.10.2010 09:19 Uhr

Aufräumarbeiten in Kolontar
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Das mit Giftschlamm versetzte Hochwasser stand in den Straßen bis zu zwei Meter hoch.

Nach einem Unfall in einer ungarischen Aluminiumfabrik sind nach Angaben lokaler Medien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden. Sieben Einwohner des Ortes Kolontar gelten noch als vermisst. Ungarische Medien sprechen bereits von der größten Chemie-Katastrophe in der Geschichte des Landes. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Nachdem aus ungeklärter Ursache ein Becken in der Aluminiumfabrik geborsten war, ergossen sich mehrere hundert Kubikmeter giftigen Industrieschlamms in einen Bach. Dort vermengte sich die rote Brühe mit Hochwasser. Kolontar und fünf benachbarte Ortschaften wurden überschwemmt. Teilweise stand die giftige Schlammbrühe zwei Meter hoch in den Straßen. Mehrere Hundert Häuser sind von der Katastrophe betroffen. 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht werden.

Ungarische Soldaten in Schutzanzügen
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Soldaten in Schutzanzügen brachten Hunderte Einwohner in Sicherheit.

Vergiftetes Hochwasser in Ungarn
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Hochwasser verbreitete den Giftschlamm über mehrere Ortschaften.

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